Zum Hauptinhalt springen

US-Autorin über Amerika«Wir verkacken die Corona-Sache
wie das mit den Waffen»

Brit Bennett hat mit ihrem neuen Roman einen Hit gelandet. Im Gespräch erzählt sie von Trumps Sado-Populismus, Masken-Skepsis und Demokratieverlust.

Autorin Brit Bennett erkennt in der Treue zu Trump eine Lust an der Bestrafung von Schwarzen und Migranten.
Autorin Brit Bennett erkennt in der Treue zu Trump eine Lust an der Bestrafung von Schwarzen und Migranten.
Foto: Alberto Cristofari (laif)

Selbst angesichts von Trumps Covid-19-Erkankung hält seine Basis ihm die Treue – gerade Ärmere, weniger Ausgebildete. Wieso?

Die Klassensolidarität unter den Ärmeren hat in den USA selten funktioniert. Zu einflussreich war lange unser nationaler Mythos, dass jeder es zu Reichtum bringen kann, wenn er sich nur genug anstrengt. Und als armer Weisser identifiziert man sich prinzipiell eher mit dem reichen Weissen, der keine Steuern zahlt und sich um sozialen Ausgleich foutiert, als mit dem armen Schwarzen. Inzwischen ist noch ein weiterer psychologischer Faktor dazugekommen.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.