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Interview mit dem Bundespräsidenten«Wir sollten mithelfen, in Europa eine Impfindustrie aufzubauen»

Guy Parmelin sagt, die Pandemie habe uns gezeigt, dass wir eine grosse, ja vielleicht zu grosse Abhängigkeit von anderen Märkten haben. Jetzt will er mit den Nachbarländern dafür sorgen, dass Europa selbstständiger wird.

«Ich möchte auch mal wieder ein Glas Wein auf einer Terrasse trinken…»: Bundespräsident Guy Parmelin.
«Ich möchte auch mal wieder ein Glas Wein auf einer Terrasse trinken…»: Bundespräsident Guy Parmelin.
Foto: Raffael Waldner

Bundespräsident Guy Parmelin erlebt bis jetzt eine Amtszeit der Krisen: Streit mit der EU, Streit mit den Bauern, Corona, eine pandemiemüde Bevölkerung und die eigene Partei, die schon von Diktatur spricht. Doch Parmelin mahnt zur Ruhe und zum Durchhalten. Das muss er auch, weil die Skype-Verbindung lange nicht so will, wie sie sollte. Dann mag er aber von Corona-Müdigkeit nichts mehr wissen und will lieber über Wege aus der Krise sprechen.

Herr Parmelin, was macht Ihnen als Bundespräsident am meisten Sorgen: die Pandemie und die Verzweiflung der Leute, die gescheiterte Landwirtschaftspolitik oder das gescheiterte EU-Abkommen?

Die letzten beiden sind nicht gescheitert, hier werden wir Lösungen suchen und finden. Die Gesundheitskrise ist dagegen ein wirkliches Problem. Wir müssen weitere Todesfälle befürchten, und die Belastung für die Bevölkerung, auch die wirtschaftliche und die psychische, wird immer grösser. Die Ungeduld steigt vielerorts. Schauen Sie, was in St. Gallen passiert ist. Das macht mir am meisten Sorgen. Aber wir müssen jetzt wirklich noch auf die Zähne beissen. Mit den Impfungen gibt es ja Licht am Ende des Tunnels.

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