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Stimmen zum Blitz-Re-Start«Wir sind uns der grossen Verantwortung bewusst»

Die Bundesliga startet bereits in neun Tagen wieder. Das sagen Clubbosse und Spieler zur schnellen Rückkehr auf den Fussballplatz.

«Wir werden alles versuchen, um eine möglichst hohe Sicherheit zu gewährleisten», sagt Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer von Borussia Dortmund.
«Wir werden alles versuchen, um eine möglichst hohe Sicherheit zu gewährleisten», sagt Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer von Borussia Dortmund.
Foto: Getty Images
Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge ist erleichtert, dass die sportlichen Entscheidungen jetzt nicht am grünen Tisch fallen.
Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge ist erleichtert, dass die sportlichen Entscheidungen jetzt nicht am grünen Tisch fallen.
Foto: Keystone
Nationaltrainer Joachim Löw freut sich, dass seine Jungs wieder Spielpraxis erhalten.
Nationaltrainer Joachim Löw freut sich, dass seine Jungs wieder Spielpraxis erhalten.
Foto: Keystone
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Am Mittwochnachmittag kam für viele Fussballfans die Erlösung: Die Bundesliga soll bereits Mitte Mai wieder losgehen, noch am Abend entschied sich der Verband für den 15. Mai als Startdatum. Auch Clubs und Spieler zeigen sich nun erleichtert. Dies im Gegensatz zur Situation in der Super League, in der noch viele Clubs ausdrücklich einen Saisonabbruch bevorzugen würden. Doch Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge sagt: «Wir freuen uns, den Spielbetrieb wieder aufnehmen zu können. Damit ist gewährleistet, dass die sportlichen Entscheidungen nicht am grünen Tisch fallen.»

Bayern steht in der Bundesliga derzeit an erster Stelle. Rummenigge bedankte sich ausdrücklich bei der Politik für ihr «Go» zur Fortsetzung der Saison. Er mahnt gleichzeitig aber auch: «Ich appelliere an alle Beteiligten, die Vorgaben der Hygienekonzepte vorbildlich und extrem diszipliniert zu befolgen.»

Auch Bayern-Goalie Manuel Neuer richtete einen eindringlichen Appell an alle Profis. Der Neustart sei ein Bonus. «Darin liegt eine enorme Verantwortung für uns, der wir uns mit jeder Faser bewusst sein müssen», so der deutsche Nationaltorhüter in einem Gastbeitrag für die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» (Mittwoch).

«Es gibt keinen Grund dafür, länger zu warten.»

Oliver Mintzlaff, Geschäftsführer von RB Leipzig (derzeit Tabellendritter)


Hans-Joachim Watzke vergass indes nicht, auch seine finanzielle Erleichterung über diesen Entscheid auszudrücken. «Die Bundesliga so lange ruhen zu lassen, bis wieder Zuschauer in die Stadien dürfen, wäre für die Vereine wirtschaftlich nicht durchzuhalten gewesen», so der BVB-Geschäftsführer. Man werde nun alles versuchen, um eine möglichst hohe Sicherheit zu gewährleisten, dass es zu keinen neuen Infektionen bei Spielern und deren Familien komme. «Wir sind uns bei Borussia Dortmund einer grossen Verantwortung bewusst.»

Auch Nationaltrainer Joachim Löw ist zufrieden: «Es freut mich natürlich, wenn unsere Nationalspieler wieder in einen Wettkampfmodus kommen.» RB-Leipzig-Chef Oliver Mintzlaff findet es gut, dass es bereits am 15. Mai weitergeht. «Es gibt keinen Grund dafür, länger zu warten», sagt er.

«Gütesiegel» für den deutschen Fussball


Besonders erleichtert zeigte sich der Geschäftsführer der DFL, Christian Seifert. «Die Geisterspiele sind in einer für einige Clubs existenzbedrohenden Krise die einzige Möglichkeit, den Fortbestand zu bewahren.» Die heutige Entscheidung ist eine gute Nachricht für die Bundesliga. Und sie sei auch verbunden mit einer grossen Verantwortung für die Clubs.

Eintracht Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic sieht den zeitigen Neustart gar als Gütesiegel für den deutschen Profifussball. Die Erlaubnis von Bund und Ländern bedeute «einen riesen Vorsprung», sagte Bobic am Mittwoch in einem Interview auf der Vereinshomepage. «Nicht zuletzt mit Blick auf das öffentliche Leben sind wir die ersten, die die Situation unter medizinischen Gesichtspunkten absolut sauber gestalten, um in Zeiten dieses Virus unserem Beruf nachgehen zu können», fügte der frühere Torjäger an.

dpa/lai