Ihr Browser ist veraltet. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser auf die neueste Version, oder wechseln Sie auf einen anderen Browser wie ChromeSafariFirefox oder Edge um Sicherheitslücken zu vermeiden und eine bestmögliche Performance zu gewährleisten.

Zum Hauptinhalt springen

«Wir Schweizer brauchen mehr Mut, eine Chance zu packen»

«In der Schweiz gibt es immer hundert Gründe, etwas nicht zu tun»: Lino Guzzella.

Die Regierung Trump will zahlreiche Forschungsbudgets kürzen, teils um 70 Prozent. Ist das eine Chance für die ETH, sich im internationalen Wettbewerb um die besten Studenten stärker zu profilieren?

Wollen Sie denn mehr ausländische Studenten in die Schweiz holen?

Die ETH hat vor drei Jahren eine Initiative mit dem Ziel gestartet, das kritische Denken vor dem Hintergrund des digitalen Wandels der Wirtschaft zu fördern.

Die Digitalisierung ist mehr als 50 Jahre alt. Warum entdeckt die ETH dieses kritische Denken erst jetzt und will es fördern?

Viele erfolgreiche Unternehmer der Tech-Szene wie Steve Jobs, Bill Gates oder Mark Zuckerberg haben ihr Studium abgebrochen. Im Silicon Valley gehts anscheinend gut ohne Diplom. Warum nicht in der Schweiz?

Die Zahl der gut ausgebildeten Programmierer und Datenwissenschaftler in der Schweiz bleibt seit Jahren hinter der Nachfrage zurück. Ein Versäumnis?

Was können Schweizer Hochschulen vom Erfolgsmodell Silicon Valley lernen?

«Wir können nur überleben, wenn unsere Produkte Spitze sind.»

Lino Guzzella

Das US-Militär hat im Kalten Krieg die Grundlagenforschung finanziert, auf der bis heute die meisten Tech-Firmen aufbauen. Im Juni unterzeichnete Verteidigungsminister Guy Parmelin einen Aktionsplan Cyber Defense. Wo ist der Platz der ETH in diesem Programm?

Die ETH bietet bisher keine umfassenden Cyber-Defense-Lehrgänge an. Der Rüstungsbeschaffer Armasuisse bietet zwar Praktikumsplätze an, hat aber Mühe, die Leute zu behalten. Was halten Sie vom Konzept einer Cyber-Rekrutenschule, Fachkräfte wie in den USA im Verbund von Militär und Hochschule auszubilden?

Unternehmen in den USA machen mit der Datensicherheit enorme Geschäfte. Wo steht die Schweiz?

Der US-Ökonom Robert Gordon sagt einen fundamentalen Wandel voraus: Die Digitalisierung führe zu einem anhaltend geringeren Wirtschaftswachstum. Die grosse Ernte der Digitalisierung sei bereits eingebracht. Stimmen Sie zu?

Wo steht die Schweizer Wirtschaft?

Prognosen sagen rund 25 Milliarden vernetzte Geräte bis ins Jahr 2025 voraus. ETH-Professor Adrian Perrig will deshalb eine neue, sicherere Internet-Architektur bauen. Was sagen Ihre Kontakte im Silicon Valley dazu?

Apple und Google bieten Programmierlehrgänge für Schüler der unteren Stufen an. Sind solche Lehrgänge sinnvoll?

Facebook, Apple und Google haben die Präsenz in der Schweiz stark ausgebaut. Sie zahlen gut, und sie haben das Image des Gewinners. Sehen Sie ein Risiko, dass diese Firmen die Rekrutierung von Hochschulabgängern durch Schweizer Start-ups erschweren?

ETH-Ingenieur Philippe Kahn erfand vor 20 Jahren die Smartphone-Kamera. Sein erstes Bild war das seiner neugeborenen Tochter. Das «Time Magazin» nannte das Foto eines der einflussreichsten der Geschichte. Was können die Studenten von seiner Erfolgsgeschichte lernen?

Die Frage ist nur, ob es der Schweiz zu gut geht, um den gleichen Hunger zu entwickeln, den wir im Silicon Valley spüren.

Wir leben in der Zeit der Fake-News. Die sozialen Medien fördern die Polarisierung der Gesellschaft. Tragen die Hochschulen eine Mitverantwortung, weil sie sich zu wenig an der öffentlichen Debatte über solche Risiken der Digitalisierung beteiligt haben?

Wir können nur überleben, wenn unsere Produkte Spitze sind.