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Kritik an Berner Asylpraxis«Wir produzieren gerade eine grosse Zahl kaputter Kinder»

Der Präsident der Eidgenössischen Migrationskommission kritisiert den Umgang der Behörden mit den abgewiesenen Asylsuchenden. Kinder als Abschreckung einzusetzen, sei unzulässig.

«In den Rückkehrzentren gibt es meist keine Spielplätze oder sonstige Angebote»: Container für abgewiesene Asylsuchende am Stadtrand von Biel.
«In den Rückkehrzentren gibt es meist keine Spielplätze oder sonstige Angebote»: Container für abgewiesene Asylsuchende am Stadtrand von Biel.
Foto: Adrian Moser (Archiv)

Herr Leimgruber, Sie kritisieren den Umgang der Behörden mit den abgewiesenen Asylsuchenden. Was stört Sie am meisten?

Es geht einfach nicht, wie die Kantone, darunter Bern, mit den Kindern der abgewiesenen Asylsuchenden umgehen. Die Rückkehrzentren sind keine kindgerechte Umgebung. Die meisten Kinder in den Unterkünften werden auf die eine oder andere Art psychisch krank. Es gibt dort viel Unruhe, psychisch Kranke und Drogenabhängige. Wegen Streitereien muss oft die Polizei vorbeikommen. Manchmal holt sie mitten in der Nacht Leute ab, um sie auszuschaffen. Die Kinder haben deswegen Albträume und fürchten, dass ihre Eltern als Nächste an der Reihe sind. Wir produzieren gerade eine grosse Zahl kaputter Kinder. Das muss aufhören.

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