Zum Hauptinhalt springen

Albumtaufe: Barock aus Bern (20.9.)«Wir kommen auf Wolke sieben heim»

Für Meret Lüthi, die Leiterin des Barockensembles Les Passions de l’Ame, ist die Klassik-CD noch nicht tot. Im Interview sagt sie zudem, welchen Diebstahl sie gern aufklären würde.

«An meinem ersten Biber-Konzert erlebte ich einen unvergesslichen Energieschub»: Meret Lüthi über den Komponisten Heinrich Ignaz Franz Biber.
«An meinem ersten Biber-Konzert erlebte ich einen unvergesslichen Energieschub»: Meret Lüthi über den Komponisten Heinrich Ignaz Franz Biber.
Foto: Guillaume Perret

Es heisst ja, die Klassik-CD sei tot. Warum lohnt es sich für Sie trotzdem, CDs einzuspielen?

Zum einen bedeutet eine CD-Produktion für mich und mein Team eine intensive Retraite, in der wir gemeinsam wachsen. Da entsteht ein Mikrokosmos, in dem wir jedes Detail erforschen und verewigen. Unsere Tonmeisterin weiss dabei genau, wie sie noch mehr aus uns herauskitzeln kann. Wir kommen auf Wolke sieben von solchen Phasen heim. Zum anderen: Für mich als Musikerin, die Neues schöpfen und nicht kopieren will, wirkt die CD der Vergänglichkeit von Musik entgegen. Sie macht das Feinstoffliche, Unfassbare zu einem haptischen Erlebnis. Darum beteilige ich mich auch an der Gestaltung von Booklet, Cover und Fotokonzept, damit sich das akustische und visuelle Produkt entsprechen. Die CD ist die Visitenkarte von Les Passions de l’Ame.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.