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Winters bewegter Sommer

Der Teenager Jakub Winter ist im Winter in Bern-Buech daheim. Im Sommer ist Winter hingegen auch Mal in Bäretswil zu Hause oder in Stäfa, Reichenburg, Einsiedeln.

Jakub Winter auf der von Siloballen gesäumten Wiese bei Reichenburg (SZ): «Ankommen heisst immer auch herumlaufen, herumschauen, überlegen, was man hier tun kann.»
Jakub Winter auf der von Siloballen gesäumten Wiese bei Reichenburg (SZ): «Ankommen heisst immer auch herumlaufen, herumschauen, überlegen, was man hier tun kann.»
Franziska Rothenbühler
Vorn sitzt Vater Fino in der Küche, hinten steht Sohn Jakub vor dem «Kinderwagen», wie Fahrende den Caravan nennen, den die Jungen bewohnen. Dazwischen: Das Wohnzimmer.
Vorn sitzt Vater Fino in der Küche, hinten steht Sohn Jakub vor dem «Kinderwagen», wie Fahrende den Caravan nennen, den die Jungen bewohnen. Dazwischen: Das Wohnzimmer.
Franziska Rothenbühler
Die Feckerchilbi von 2016 in Bern, an der Bundesrat Alain Berset die Jenischen und Sinti als solche anerkannte, war auch für die Bewohnerinnen und Bewohner des Standplatzes Bern-Buech ein Schlüsselmoment.
Die Feckerchilbi von 2016 in Bern, an der Bundesrat Alain Berset die Jenischen und Sinti als solche anerkannte, war auch für die Bewohnerinnen und Bewohner des Standplatzes Bern-Buech ein Schlüsselmoment.
Anthony Anex, Keystone
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Wo sieht man sie denn als Erstes, die eigene, kleine Heimat? Vielleicht beim noch etwas schläfrigen Blick aufs Vertraute, wenn frühmorgens die Vorhänge aufgezogen werden? Schaut Jakub Winter aus seinem Schlafzimmer, sieht er oft eine Fabrik. Oder alte Apfelbäume. Oder eine abgrundtiefe Kiesgrube. Oder den Schilfgürtel eines Sees. Oder eine Klosterkirche. Gestern früh wars ein ganzes Arsenal weisser Siloballen, die auf einer abgemähten Wiese vor ihm lag.

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