Wie man den Blues abhängt
Nun ist sie da, die Überführung des Romans von Pedro Lenz auf die Leinwand: «Der Goalie bin ig» ist ein Film zum Gernhaben. Das ist aber gerade das Problem.
Er ist nur einen halben Schritt dem Blues voraus, aber immerhin. Der Typ, der in der Eröffnungssequenz auf einer dunklen Strasse einen Kieselstein über den feuchten Asphalt kickt, ist wieder draussen – nach einem Jahr Gefängnis. Der Wohnungsschlüssel geht zwar noch, die Glühbirne im Gang hat aber ihren Dienst quittiert, und das Einzige, was auf ihn, den alle nur Goalie nennen, wartet, ist eine angebrochene Flasche Hochprozentiges im Kühlschrank.


