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Glosse zur MaskenpflichtWie gefährlich sind Masken?

Die blauen Dinger bergen ungewohnte Gefahren – Spinnen verschlucken, Ehe ruinieren, Zahn ausschlagen. Und mehr.

Die Maske treibt einige zur Verzweiflung. Gibt es sogar gute Gründe dafür?
Die Maske treibt einige zur Verzweiflung. Gibt es sogar gute Gründe dafür?
Foto: Getty Images

Über 7 Millionen Twitter-User schauten sich Kylie Brakemans Video an. Die US-Comedienne erklärt darin: «Wieso ich keine Maske trage.» Gründe findet sie viele:

Eine Spinne könnte sich in die Maske setzen, sie könnte die Maske aufsetzen und so die Spinne verschlucken. Jemand könnte sie für eine Ärztin halten, und sie müsste dann Studiengebühren an die medizinische Fakultät bezahlen. Die Maske sei nur ein weiterer Grund, um Frauen zum Schweigen zu bringen.

Und was, wenn sie ihr Ehemann in Maske sieht? Dann meint er, sie habe keine Lippen und könne sie nicht küssen. Er würde sich von ihr scheiden lassen. «Und was, wenn ich sie versehentlich esse?», fragt sie und wedelt mit einem der blauen Dinger.

Im Netz kursieren nicht nur unzählige Verschwörungstheorien über das Coronavirus, sondern auch das Video einer weinenden Tiktokerin. Völlig aufgelöst erzählt sie, wie sie sich ein Ohrloch hat stechen lassen und ihr dabei ihre Schutzmaske gleich mit ans Ohr gepierct wurde. «I look so ugly!», «Ich sehe so hässlich aus!»

Auch bei uns in der Schweiz regen sich viele fürchterlich auf über die Maskenpflicht. Einige haben deswegen sogar ihre SBB-GAs gekündigt.

Denn auch wenn man sich das Ohr nicht piercen lassen will, lauern da viele Gefahren. Bändel verheddert sich am Bussitz, und wenn er sich löst, spickt einem die Maske ins Gesicht. Man kann nicht gleichzeitig das Handy halten und die Maske anziehen. Handy fällt runter, ist kaputt. Die Maske lässt die Brille anlaufen, man stolpert deshalb, schürft sich Knie und Ellenbogen auf. Oder noch schlimmer: Man verpasst die Liebe seines Lebens, weil man sie durch die angelaufene Brille nicht gesehen hat. Oder man rennt beim Umsteigen auf den nächsten Bus wie gewohnt schnell, aber wegen der Maske wird einem schwindlig, man wird ohnmächtig und schlägt sich dabei einen Zahn aus. Daraufhin verliert man den Job, weil man mit Zahnlücke die Kunden verschreckt. Dann braucht man also einen neuen Zahn, muss dafür seine ganzen Ersparnisse verbraten und ist pleite, verliert die Wohnung und kriegt deshalb keinen Job mehr, und was dann?

«Ich würde lachen», kommentiert ein User unter Brakemans Video – selbstverständlich eine Parodie über Ausreden –, «aber ich trage eine Maske und möchte sie nicht aus Versehen einatmen und mich daran verschlucken.» (Lesen Sie hier, wie die Schweiz lernte, die Maske zu lieben.)

Die einzig richtige Antwort. Ganz in diesem Sinne können alle, die sich auch jetzt noch immer über die Masken im ÖV aufregen, gerne einen bösen Lätsch ziehen. Man sieht ihn ja nicht. Toll, diese Masken.

Und zu Ihrer Beruhigung: Das Ohr der Tiktokerin ist mittlerweile wieder maskenfrei.