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Die «neuen Italiener»Wie es sich anfühlt, Kosovarin zu sein

Was Schweizerinnen und Schweizer über uns wissen sollten.

Das sind ja wirklich Menschen! Die Autorin und ihr Vater, circa im Sommer 1989, in Kosova.
Das sind ja wirklich Menschen! Die Autorin und ihr Vater, circa im Sommer 1989, in Kosova.
Foto: Privat

Mittlerweile sind wir quasi altes Kaliber, ja gehören schon fast zum schweizerischen Altinventar. Unsere Sprache ist, wenn auch (noch) nicht offiziell, die fünfte Landessprache. Man hat uns aufgenommen und uns doch immer wieder hinauswerfen wollen. Ohne Scham, ohne auch nur mit der Wimper zu zucken, wurde gefordert: Kosovo-Albaner raus!, kickt die verdammten schwarzen Schafe aus unserem Landesinnern!

So wiederholen sich die Dinge, wir waren einst die neuen Italiener, heute sind die Somalier, wie ich höre, die neuen Kosovo-Albaner. Ich, eine gebürtige Kosovarin (man nannte uns übrigens Anfang der 90er, alle über einen Kamm scherend: Jugos), hatte das monströse Kosovaren-Bild, das man über die Jahrzehnte in der Öffentlichkeit geschaffen hatte, dermassen verinnerlicht, dass ich erschrak, als ich nach vielen Jahren wieder einmal in der alten Heimat zu Besuch war: ein Land voller Kosovaren!

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