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Kommentar zur Krise bei der CSWie ein ständig wiederkehrender Albtraum

Dass Grossbanken Milliardenpleiten produzieren, scheint ein Naturgesetz zu sein. Weil das so ist, brauchen die Banken dicke Eigenkapitalpolster und ein Salärsystem, das die Banker an den Verlusten beteiligt.

«Banken brauchen dicke Eigenkapitalpolster, um grosse Verluste auffangen zu können», schreibt Autor Beat Schmid.
«Banken brauchen dicke Eigenkapitalpolster, um grosse Verluste auffangen zu können», schreibt Autor Beat Schmid.
Illustration: Kornel Stadler

Vor unseren Augen zerlegt sich gerade eine Institution. Die Grossbank Credit Suisse verliert Milliarden, das Vertrauen der Anleger, ihre Reputation und eine ganze Reihe von Spitzenmanagern. Ein schnelles Ende der Krise ist nicht absehbar. Zwei weitere Konzernleitungsmitglieder werden wahrscheinlich nach Ostern aus der Bank ausscheiden. Bankchef Thomas Gottstein ist angezählt. Und Präsident Urs Rohner könnte sogar einen Monat früher als vorgesehen aus dem Amt gedrängt werden.

Und das alles wegen zwei kleinen Finanzunternehmen, die bis vor kurzem kaum jemand kannte. Wegen des US-Hedgefonds Archegos und des australischen Lieferkettenfinanzierers Greensill. Sie brachen kurz nacheinander zusammen und zogen die Credit Suisse mit in den Abgrund. Wie konnte sich die stolze Schweizer Grossbank von zwei unbedeutenden und windigen Finanzfirmen derart übertölpeln lassen?

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