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«Zuschauer sind klüger, als die meisten TV-Macher meinen»

«Wer Kultur missachtet, hat später Probleme»: Alexander Kluge. Foto: Wolfgang Stahr / Laif

Sie schauen regelmässig die ARD-«Tagesschau». Ist die Zeit eines solchen Formats, um das sich die Zuschauer scharen wie um ein Lagerfeuer, nicht vorbei?

Und was ist mit Kultursendungen? Deren Quoten sind bekanntlich wenig berauschend, und manchen erscheinen sie elitär.

«Etwas Überraschendes, beim ersten Eindruck Unverständliches hält gewisse Zuschauer zuverlässig fest.»

Tatsächlich?

Scarlett O’Hara? Wie meinen Sie das?

Erstaunlich, dass Sie den Glauben ans anspruchsvolle TV nicht verloren haben.

Würde ein TV-Sender ganz auf Kultur setzen, wäre sein Untergang programmiert.

Die Digitalisierung hat unsere Ungeduld gesteigert. Auch etablierte TV-Stationen wie das SRF setzen auf kurze Clips fürs Smartphone. Kann auf diese Art überhaupt etwas Schlaues erzählt werden?

«ARD oder SRF bieten solche Möglichkeiten des Heimkehrens. Sie sind Oasen.»

Youtube ist ein Horror für die Öffentlich-Rechtlichen und das real existierende Utopia für Libertäre. Und für Sie?

Das Web mit seinen Mechanismen, die das Populäre preisen und verstärken, ist kein Fürsprecher anspruchsvoller Kultur, wie Sie sie in Ihren Sendungen zelebrieren.

Die No-Billag-Initiative will das Schweizer Fernsehen komplett dem Markt, also besagten Algorithmen, ausliefern.

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Und was passiert, wenn sich die Bedürfnisse des Markts komplett durchsetzen?

Sie trauen dem Medium Fernsehen sehr viel zu. Wo liegen die Grenzen?

Thomas Mann.