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Alternativen zum GüscheWer braucht schon das Gurtenfestival?

Sie wollten am Gurtenfestival unbedingt Loredana hören? Keine Sorge, dieses Wochenende finden in Bern diverse kleine Ersatz-Festivals statt.

Reverend Beat-Man tritt dieses Wochenende an einem Benefiz-Festival für Musikerinnen und Musiker auf.
Reverend Beat-Man tritt dieses Wochenende an einem Benefiz-Festival für Musikerinnen und Musiker auf.
Foto: Franziska Scheidegger

Wer diese Woche in Bern und Umgebung Livemusik hören will, kommt trotz Gurten-Ausfall auf seine Kosten. Für ein vielseitiges Alternativprogramm sorgen diverse kleinere Veranstaltungen. So wird in der Heitere Fahne am Fusse des Bergs eine mehrtägige Party steigen. Allerdings handelt es sich nicht um das «Gugus Gurte», das lebhafte Parallel-Festival, das dort am üblichen Gurten-Wochenende stattfindet. Die Betreiber zelebrieren mit dem «Heitere Dachfest» die Sanierung ihres Saaldachs, die während des Lockdown durchgeführt wurde. Dabei treten jeweils ab 17.30 Uhr auch schweizweit bekannte Gruppen wie Wolfman oder Ester Poly auf. Die ersten beiden Tage, Mittwoch und Donnerstag, sind ausverkauft, für Freitag und Samstag sind noch Tickets zu kriegen.

Open-Air-Feeling dürfte auch am Thunplatz aufkommen. Gleich vor dem Eingang zum Dählhölzliwald wird im Garten des Quartiertreffs das Festival im Garten veranstaltet; Verpflegung gibt es im Restaurant des Tennisclubs Rotweiss. Die Einnahmen gehen nach Abzug der Kosten an Berner Musikerinnen und Musiker. Hier ist der musikalische Mix eklektisch: Berner Kultfiguren wie Reverend Beat-Man oder die Stoner-Rocker Groove Druids sind hier zu hören, aber auch aufgehende Sterne der hiesigen Szene: So tritt am Samstag die 17-jährige Rapperin Soukey auf, deren Texte feministische und autobiografische Themen behandeln.

Tanz den Physical Distance Dance!

Wer danach am Samstagabend noch nicht genug hat, begibt sich am besten zum Café Kairo im Lorrainequartier, ans «Gagagartenfestival». Zu arabischen Grillspeisen kann man hier ein Konzert aus dem «Klängbus» des Musikers und Erfinders Philipp Läng geniessen: Ein Transportwagen bildet hier die Bühne für experimentelle Darbietungen, bei denen auch mal ein Haarföhn als Instrument zum Einsatz kommen darf.

Abgerundet wird die Nacht im Kairo mit einer kleinen Disco im Keller – «für einen gepflegten Physical Distance Dance», wie Veranstalter Moritz Wolf betont. Masken werden den Gästen zur Verfügung gestellt.