«Wenn man in einem Turnier nur ein Tor zustande bringt...»

Nach dem enttäuschenden 0:0 gegen Honduras und dem WM-Ausscheiden der Schweiz äusserste Stéphane Grichting Kritik an der schwachen Offensive.

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Verteidiger Stéphane Grichting meinte nach dem Spiel: «Mein Kopf schmerzt, aber das ist nicht wichtig. Wir hatten die Chancen, haben sie aber nicht genutzt.» Er analysierte kurz nach dem dürftigen Unentschieden gegen Honduras: «In der ersten Phase der Partie begingen wir zu viele Fehler. Unser Ziel war der Achtelfinal. Dass wir es nicht geschafft haben, ist enttäuschend. Wir schlagen Spanien, und doch reicht es nicht. Das darf nicht passieren!» Einen Grund für das vorzeitige Ausscheiden sieht der Walliser in der schwachen Offensive: «Wenn man in einem Turnier nur ein Tor schiesst, ist es schwierig weiterzukommen».

Trainer Hitzfeld verweist auf das Spiel gegen Chile: «Knackpunkt war das Spiel gegen Chile, wo wir klar benachteiligt wurden. Dort hätten wir einen Punkt verdient gehabt. Dann wäre es heute auch anderst herausgekommen.» Aber auch er weiss: «Es war eine schwache Leistung. Wir haben uns die Achtelfinales nicht verdient».

«Die Kaltschnäuzigkeit fehlte»

Ein enttäuschter Hakan Yakin erklärte: «Wir haben während 90 Minuten versucht, Tore zu schiessen. Gegen Schluss haben wir hinten aufgemacht. Im Sechzehner waren wir ungenügend. Man kann nicht mal sagen, der Goalie hätte gut gehalten. Wir waren bemüht. Im Strafraum fehlte uns die Kaltschnäuzigkeit. Je länger das Spiel dauert, desto unpräziser werden halt auch die Freistösse.»

«Ich weiss nicht genau, woran es lag. Wir haben es immer wieder versucht, aber wir müssen genauer werden», klagte Tranquillo Barnetta. «Der letzte Pass fehlte. Und trotzdem muss man das Spiel als Schweiz gewinnen. Deshalb haben wir es nicht verdient, weiterzukommen.»

«Die Partie war sehr spannend gewesen. Wir befanden uns nach zwei Niederlagen in einer schwierigen Situation», sagte Reinaldo Rueda, der kolumbianische Trainer von Honduras. «Die Schweiz konnte dagegen den Sieg über Spanien vorweisen und verfügte über viel mehr Erfahrung. Uns fehlte schliesslich die Reife, um unsere Torchancen zu verwandeln. Dennoch dürfen wir stolz auf unsere Leistung sein. Das gute Abschneiden der lateinamerikanischen Mannschaften an dieser WM ist sehr erfreulich und hat uns zusätzlich inspiriert.»

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