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Kanton Bern entrümpelt Bauinventar Weniger Denkmalschutz – ist das schlimm?

11’000 Objekte wurden aus dem bernischen Bauinventar gestrichen, darunter Bauernhof-Gruppen in Wohlen. Das sei kein Sakrileg, findet ein Architekt.

Viele kleine Hofgruppen – wie diese an der Hofenstrasse in Wohlen – wurden aus dem Bauinventar gestrichen.
Viele kleine Hofgruppen – wie diese an der Hofenstrasse in Wohlen – wurden aus dem Bauinventar gestrichen.
Foto: Adrian Moser

Der Bauernhof-Weiler an der Hofenstrasse am Ufer des Wohlensees ist nicht mehr Teil des bernischen Bauinventars. Insgesamt 11’000 Objekte und Hunderte von Baugruppen sind im Rahmen der aktuellen Revision herausgeflogen.

Architekt Stefan Schärer, der selber in der Gemeinde Wohlen wohnt, kann mit dem ausgedünnten Bauinventar leben. Er glaubt nicht, dass deswegen landauf, landab Bausünden entstehen. Oft bleibe ja wie an der Hofenstrasse das wertvollste Gebäude, konkret ein Wohnstock, im Inventar. Die zwei stattlichen Bauernhäuser mit Riegbau-Fassaden und Krüppelwalmdächern flankiert von Scheunen hingegen sind draussen. Etwas mehr Spielraum für eine bauliche Weiterentwicklung findet Schärer nicht per se schlecht.

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