Teamplayer hinter den Kulissen

Ausgebildete Veranstaltungsfachmänner und -frauen gibt es in der Schweiz offiziell erst seit 2015. Die noch junge Ausbildung dürfte in Zukunft viele Jugendliche anlocken, denn sie vereint Technik, Kunst und faszinierende Arbeitsorte.

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Wenn die Rockmusik durchs Stadion dröhnt, die Operndiva im Scheinwerferlicht ihren Applaus geniesst, oder wenn der Stargast im Fernsehstudio die Simultanübersetzung im Ohr empfängt: Dann haben Veranstaltungsfachmänner und -frauen im Hintergrund alles richtig gemacht. Sie pegeln den Ton, richten die Scheinwerfer und bringen die Kameras in Position. Bei Aufführungen, Konzerten, Fernseh- und Video­produktionen sowie Events und Messen sorgen sie für einwandfreie Technik und einen reibungslosen und sicheren Ablauf.

Arbeitszeiten für Nachteulen

Der Beruf eignet sich für junge Multitalente, die sowohl die technischen als auch logistischen Herausforderungen suchen und gerne im Hintergrund arbeiten. Ihre Tätigkeiten sind vielseitig und anspruchsvoll: Bühnentechnik auf- und abbauen, Ton-, Video- und Beleuchtungsanlagen sowie Spezialeffekte installieren, Geräte verkabeln, Material bewirtschaften, Produktions­pläne erstellen und umsetzen sind nur einige der Aufgaben. Dazu kommt der Kontakt zu Kunden, Künstlerinnen oder Fachtechnikern – denn eine Veranstaltung durchzuführen bedeutet Teamarbeit. Ein dynamisches und oft internationales Umfeld sowie die Möglichkeit, die Begeisterung für Technik und Kunst zu vereinen, sind faszinierende Aspekte dieses modernen Berufs. Angehende Veranstaltungsfachleute müssen aber auch bereit sein, körperlich hart und zu unregelmässigen Abend- und Wochenendzeiten zu arbeiten. Während Freunde auf Kneipentour sind, fängt ihre Veranstaltung vielleicht gerade erst an.

Der weitere Weg steht offen

Die Ausbildung zum Veranstaltungsfachmann beziehungsweise zur -fachfrau gibt es hierzulande erst seit 2011. Sie entstand aus einem Mangel an Berufsleuten in der Bühnen- und Veranstaltungstechnik, wo sich viele ihr Können «on the job» aneigneten und oft auf Fachkräfte aus dem Ausland zurückgegriffen wurde. Veranstalter und Produzenten aus verschiedenen Sparten schlossen sich zusammen und konzipierten auf Stufe des eidgenössischen Fähigkeitszeugnisses eine neue Ausbildung. Seither bietet unter anderem die Technische Berufsschule Zürich TBZ diese vierjährige Berufslehre an. Mit dem Zeugnis in der Tasche stehen den Event-Profis viele Wege offen: Für Weiterbildungen zum Bühnentechniker, Beleuchter, Tontechniker, zur Videotechnikerin, Requisiteurin oder Veranstaltungstechnikerin ist es die perfekte Basis. Und ein Versprechen für die Zukunft, denn in der aufstrebenden Unterhaltungsindustrie werden gut ausgebildete Fachleute dringend gebraucht.

Quelle: Tages Anzeiger, Beilage BILDUNG

Weiterführende Informationen: https://www.bildung-schweiz.ch/topics/technik

DerBund.ch/Newsnet

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