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«Was jetzt in der Schweiz passiert, ist bloss der Anfang»

Gehört neu zum Portfolio von CTS Eventim: Das Openair St. Gallen. Foto: Keystone

Das Open Air St. Gallen und einige weitere Schweizer Festivals und Agenturen sind neu in deutscher Hand. Die Beteiligten sprechen von einem Win-Win-Projekt und von besseren Marktchancen. Warum sind Sie da anderer Meinung?

Dem Endverbraucher wird das egal sein. Die Kooperation gewährleistet, dass die grossen Stars auch weiterhin in der Schweiz auftreten, die lokalen Veranstalter werkeln weiter wie bisher, bloss unter einem anderen Dach.

 «Es war eine selbst gewählte Kapitulation»: Berthold Seliger über die Grossfusion im Schweizer Konzertmarkt. Foto: Matthias Reichelt

Die Meinung der Beteiligten ist, dass sich CTS Eventim operativ gar nicht gross einmischen wird.

In Deutschland müsste diese Monokultur ja bereits existieren.

«Es liegt im Trend der Zeit, dass man sich den Monopolen unterwirft.»

Berthold Seliger

Welche Strategie verfolgt CTS Eventim mit dieser Übernahme?

Vor vier Jahren haben sich fünf Schweizer Agenturen in der Firma Wepromote vereinigt, um gegen die ausländische Konkurrenz stärker auftreten zu können. Nun werden ausgerechnet sie aufgekauft. Würden Sie von einer Kapitulation sprechen? Oder ist der Leidensdruck der Konzertveranstalter tatsächlich so gross?

Tut es das denn?

Die Beliebtheitswerte von CTS Eventim sind in Deutschland eher niedrig. Woran liegt das?

Das geht?

Die grossen Gewinne macht CTS Eventim mit dem Verkauf von Tickets. Warum ist das gegenwärtig der lukrativste Bereich der Musikwirtschaft?

Wenn das alles so schlecht ist, warum wird es dann von allen Playern geduldet?

«Zum grossen Glück gibt es ja immer noch so viele tolle Clubs in der Schweiz, die nicht bloss den Profit im Sinn haben.»

Berthold Seliger

Was bedeutet der Markteintritt von CTS Eventim für Festivals und Veranstalter, die noch lokal organisiert sind?

Und die Schweizer Bands? Wird es für sie immer schwieriger, an grossen Open Airs Auftritte zu finden?

Man könnte schulterzuckend sagen, dass dies der Lauf der Globalisierung ist.

Letztlich richtet der Zuschauer darüber, was geboten wird. Wenn Sie mit allem recht haben, was Sie sagen, müsste in Deutschland längst eine Skepsis gegenüber den – wie Sie sagen – monokulturellen Grossveranstaltungen wachsen.