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Asozial wegen Social Distancing? Warum will ich meine Freunde nicht mehr sehen?

Alle haben ihre Sozialkontakte im vergangenen Jahr drastisch reduziert – aber nicht jeder will das rückgängig machen. Ist das normal? Und vor allem: Wie wird man die Menschenscheu wieder los?

Während viele seit der Pandemie an Einsamkeit leiden und es kaum erwarten können, ihre Freunde wiederzusehen, fürchten sich andere vor sozialen Verpflichtungen.
Während viele seit der Pandemie an Einsamkeit leiden und es kaum erwarten können, ihre Freunde wiederzusehen, fürchten sich andere vor sozialen Verpflichtungen.
Foto: Getty Images

Im «New York Magazine» gibt es eine Ratgeberrubrik namens «Ask Polly». Leserinnen und Leser können dort ihre Sorgen deponieren. Kürzlich schrieb eine Mittdreissigerin: «Ich bin noch nicht bereit für die Zeit nach der Isolation.»

Sie habe im vergangenen Jahr nur ein, zwei Freunde gesehen, vielleicht einmal pro Monat, wenn überhaupt. Und sie habe es genossen: «Dieses Pandemiejahr schien mir wirklich gutzutun, so obszön das auch klingen mag.»

Menschenscheu in der Pandemie

Überraschenderweise kassierte die Frau viel Zustimmung. Offensichtlich ist sie nicht die Einzige, die nach einem Jahr Social Distancing mit einem mulmigen Gefühl in die Zukunft schaut, während viele andere es nicht erwarten können, ihre Freunde wieder so oft wie möglich zu sehen und ihre Vereinshobbys auszuüben.

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