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Kolumne von Markus SommWarum lachen wir, wenn Biden nach Worten ringt?

Satire ist dann gelungen, wenn es niemanden kümmert, ob sie von links oder von rechts kommt.

Er ist kein Böser, wenn auch kein besonders talentierter. Doch nun ist er offensichtlich zu alt: US-Präsident Joe Biden.
Er ist kein Böser, wenn auch kein besonders talentierter. Doch nun ist er offensichtlich zu alt: US-Präsident Joe Biden.
Foto: Evan Vucci (AP, Keystone)

Als ich vor kurzem den «Nebelspalter» übernahm, ausgerechnet ich, ein bürgerlicher Journalist, machten sich viele linke Kritiker Sorgen um die Zukunft des bürgerlichen Humors. Bürgerliche, rechte Satire, ging das überhaupt, gab es das? War Satire nicht ohnehin die Domäne der Linken, also jener guten, starken Menschen, die immer auf der Seite der Schwachen stehen, selbst wenn diese gar nicht darum bitten?

Wer sehen möchte, wie Satire von rechts läuft, sollte sich einmal JP Sears ansehen, einen Youtuber, Lebenshilfe-Guru und konservativen Comedian in Amerika. Neulich nahm er Joe Bidens Leute auf den Arm, die den amerikanischen Präsidenten auf dessen erste Pressekonferenz vorbereitet hatten. Zwei Dinge fallen auf, beide möchte ich besprechen: JP Sears ist lustig, obwohl er rechts steht. Joe Biden ist sehr, sehr alt, auch wenn er sich Mühe gibt, jünger zu werden.

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