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Kommentar zum JubiläumWarum Frauen Spass an Machtkämpfen haben sollten

Frauen werden zu oft als Sonderfall und Opfer dargestellt. Das hilft ihnen selber am wenigsten.

Illustration: Kornel Stadler

Heute also! Exakt 50 Jahre ist es her, seit die Schweizerinnen auf nationaler Ebene mitbestimmen dürfen.

Das denkwürdige Ereignis dominiert seit Wochen am Fernsehen, am Radio, in den Zeitungen, online. So sehr, dass man ob des Sujets schon ziemlich ermattet ist. Nicht nur, weil der Sonderfall Frau wie eine exotische Tierart behandelt wird, dem sich die Reporter vorsichtig und staunend annähern.

Die Ermüdung stellt sich vor allem ein, weil das, was die Protagonistinnen zu berichten haben, fast durchs Band negativ und schauderhaft ist. So ein modernes, weibliches Dasein scheint in erster Linie ein Krampf zu sein, von Freude und Spass keine Spur.

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