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Nidwalden: SVP drängt in den Nationalrat

In Nidwalden könnte die FDP nach 16 Jahren wieder ihren Vertreter im Bundeshaus verlieren. Der Ständerats-Kandidat der CVP ist bereits still gewählt.

Schlagfertig und gradlinig: Der Ständerats-Kandidat Heinz Risi (FDP) hat sich im Landrat als Vertreter der Wirtschaft bereits einen Namen gemacht
Schlagfertig und gradlinig: Der Ständerats-Kandidat Heinz Risi (FDP) hat sich im Landrat als Vertreter der Wirtschaft bereits einen Namen gemacht
Keystone

Als kleiner Halbkanton steht Nidwalden im National- und im Ständerat nur je ein Sitz zu. Jahrzehntelang stellte die CVP als Mehrheitspartei beide Bundesparlamentarier. 1995 gelang es der FDP mit Edi Engelberger, erstmals seit über 120 Jahren den Sitz im Nationalrat zu erobern. 1999, 2003 und 2007 musste sich die FDP nie einer ernsthaften Gegenkandidatur stellen. Doch jetzt, nach dem Rücktritt von Engelberger, ist alles anders.

Die Freisinnigen müssen den Nidwaldner Nationalratssitz gegen die zur politischen Macht gewachsene SVP verteidigen. Die 1999 gegründete kantonale Partei tritt zum ersten Mal an. In den zwölf Jahren ihrer Existenz wuchs die SVP von der kleinen Oppositionspartei zur Regierungspartei. Ihre Landratfraktion ist sogar leicht grösser als die der CVP und der FDP. Jede der drei bürgerlichen Parteien kann somit einen Sitz in Bern für sich reklamieren - zu vergeben sind aber nur zwei Mandate.

Ständerat: Die Sache ist bereits klar

Fein raus ist die CVP, deren Ständerat Paul Niederberger bereits still wiedergewählt wurde. Ob in den Wahlen für den Nationalrat der Kandidat der FDP oder SVP bei den Wählern besser ankommt und welchen Einfluss die grüne Kandidatur auf den Wahlausgang hat, wird sich am 23. Oktober zeigen.

Für den FDP-Kandidaten Heinz Risi spricht, dass er von der CVP unterstützt wird. Der 56-jährige Jurist, der für einen Schweizer Weltkonzern arbeitet, hat sich im Landrat als schlagfertigen und gradlinigen Vertreter der Wirtschaft einen Namen gemacht. Eine gewisse Popularität geniesst er als Ex-Spieler des FC Luzern. Risis grösster Herausforderer ist der 40-jährige Landrat Peter Keller (SVP). Keller ist studierter Historiker und Redaktor der «Weltwoche». Der begeisterte Jodler durfte in früheren Jahren für Christoph Blocher Reden entwerfen.

Der grüne Conrad Wagner ist 52 Jahre alt und ebenfalls Mitglied des Kantonsparlamentes. Er gehört zu den CarSharing-Pionieren und arbeitet als Dozent für Mobilitätsfragen. Wagner ist der einzige Kandidat links der Mitte. Das grüne Potenzial ist in dem bürgerlich dominierten Nidwalden indes nicht sehr gross.

SDA

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