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Thurgau: SVP hält Vormachtstellung

Fünf der sechs Thurgauer Nationalratssitze sind sozusagen bereits vor den Wahlen vergeben: Drei gehen an die SVP, einer an die CVP und einer an die SP. Die SVP hat auch bei den Ständeratswahlen gute Karten.

Tritt an, um seinen Nationalratssitz zu verteidigen: Der Unternehmer Peter Spuhler (SVP) hat gute Wahlchancen.
Tritt an, um seinen Nationalratssitz zu verteidigen: Der Unternehmer Peter Spuhler (SVP) hat gute Wahlchancen.

Zittern muss einzig die FDP. Sie könnte den «Wackelsitz» an eine Kleinpartei verlieren. Obwohl die FDP nach dem Rücktritt von Werner Messmer ihren einzigen Nationalrats-Sitz neu besetzen muss, verzichten die Freisinnigen anders als vor vier Jahren auf eine Listenverbindung mit der SVP. Gefährlich werden könnte der FDP ein neues bürgerliches Paket, bestehend aus den vier Kleinparteien EVP, EDU, GLP und BDP.

Während EVP (Evangelische Volkspartei) und EDU (Eidgenössisch Demokratische Union) den Thurgauer Wählerinnen und Wählern schon von 2007 bekannt sind, treten GLP (Grünliberale) und BDP (Bürgerlich Demokratische Partei) erstmals an. Nicht mehr dabei sind dieses Jahr die beiden rechts-konservativen Kleinparteien SD (Schweizer Demokraten) und KVP (Katholische Volkspartei), die jedoch 2007 beide einen sehr geringen Stimmenanteil verbuchen konnten.

SVP hält die Hälfte aller Sitze

Für den Erhalt des traditionellen Thurgauer Wackel- oder Wandersitzes schickt die FDP Peter Schütz, Unternehmer und Kantonsrat aus Wigoltingen TG, ins Rennen. Der 52-jährige Unternehmer war bereits 2003 Nachfolger von Werner Messmer - als Präsident des Thurgauer Gewerbeverbands.

An der Vormachtstellung der SVP, die nach dem Rücktritt von J. Alexander Baumann einen Sitz neu besetzten muss, wird sich kaum etwas ändern: Mit Unternehmer Peter Spuhler und Bauernverbands-Präsident Hansjörg Walter treten zwei Bisherige an. Den dritten Sitz hat die SVP auf sicher, es sei denn ihr Wähleranteil von 42,4 Prozent (2007) würde stark schrumpfen, was nicht anzunehmen ist.

Ständerat: Roland Eberle schafft Wahl

Auch bei den Ständeratwahlen hat die SVP sehr gute Karten. Sie schickt Roland Eberle ins Rennen um den frei werdenden Sitz von Hermann Bürgi. Eberle kandidierte im Jahr 2000 als Nachfolger von Bundesrat Adolf Ogi. Als ehemaliger Regierungsrat geniesst der 57-Jährige im Thurgau Vertrauen weit über den SVP-Wählerkreis hinaus und dürfte die Wahl trotz fünf weiterer Kandidaten bereits im ersten Wahlgang schaffen.

Wer den zweiten frei werdenden Ständeratssitz ergattert, bleibt wohl bis zum zweiten Wahlgang am 13. November offen. Die besten Karten als Nachfolgerin ihres Parteikollegen Philipp Stähelin hat die amtierende CVP-Nationalrätin Brigitte Häberli-Koller.

SDA

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