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Solothurn: So viele Kandidaten wie noch nie

Die Solothurner SVP wird wohl die stärkste Partei im Nationalrat bleiben. Fraglich ist, ob die CVP ihre Sitze halten kann. Bei den Ständeratswahlen zeichnet sich ein offenes Rennen ab.

Will für die SP sein Ständerats-Mandat verteidigen: Roberto Zanetti.
Will für die SP sein Ständerats-Mandat verteidigen: Roberto Zanetti.
Keystone

Im Visier von FDP, SP und SVP steht der zweite, 2007 knapp errungene Nationalratssitz der CVP. Dank starken Listenverbindungen dürften die Christlichdemokraten diesen jedoch halten: Die CVP ist erneut eine Verbindung mit der EVP und neu auch mit den erstmals antretenden Grünliberalen (GLP) eingegangen. Die GLP hatte bei den Kantonsratswahlen vor zwei Jahren auf Anhieb zwei Sitze erobert, dies bei einem Wähleranteil von 3,7 Prozent. Bei den Nationalratswahlen ist der GLP ein Anteil von bis zu fünf Prozent zuzutrauen.

Trotz der nicht mehr antretenden Elvira Bader dürfte die CVP ihren Sitz und jenen von Pirmin Bischof aber halten können. Vor vier Jahren hatte die Partei den zweiten Sitz dank den 1,76 Prozent des Listenpartners EVP errungen. Das sind schlechte Aussichten für die FDP, die wohl auf ihrem einzigen Nationalratsmandat von Kurt Fluri sitzen bleibt. Die Freisinnigen treten zwar nicht mehr wie vor vier Jahren allein an, sondern zusammen mit der BDP. Ein zweiter Sitz liegt jedoch auch mit diesem Partner in weiter Ferne.

Liegt bei der SVP mehr drin?

Problemlos halten wird die SVP die beiden Nationalratssitze von Roland Borer und Walter Wobmann. Vor vier Jahren war die SVP mit 27,1 Wählerprozent die stärkste Partei. Ob mehr drin liegt, ist fraglich - auch wegen der ständigen Querelen um Kantonalpräsident Heinz Müller. Er muss wegen Steuerbetrugs vor Gericht. Auch die Sozialdemokraten (Bea Heim) und die Grünen (Brigit Wyss) dürften ihre Sitze halten. Das links-grüne Lager ist wie vor vier Jahren eine Listenverbindung eingegangen. Den bei den Wahlen 2007 verlorenen zweiten Sitz wird die SP hingegen nicht mehr zurückerobern können.

Keine Rolle bei der Sitzverteilung wird die erstmals antretende Tierpartei mit ihrem Aushängeschild Barbara Banga haben, die auch für den Ständerat kandidiert. Ebenfalls keine Chance hat die Liste «parteifrei.ch».

Ständerat: Rennen zwischen FDP, SVP und CVP

Im Rennen um die beiden Solothurner Sitze im Ständerat will für die SP Roberto Zanetti sein Mandat verteidigen. Die FDP möchte den langjährigen Solothurner Stadtpräsidenten und Nationalrat Kurt Fluri als Nachfolger für den abtretenden Rolf Büttiker in die kleine Kammer bringen. Zugleich will die CVP ihren 1999 verlorenen Ständeratssitz zurückerobern. Ins Rennen steigt der mediengewandte Nationalrat Pirmin Bischof. Für die SVP tritt Nationalrat Walter Wobmann an, der sich als Mitbegründer der Minarett-Initiative einen Namen machte.

Bei den Nationalratswahlen vor vier Jahren erzielte Wobmann ein besseres Resultat als Fluri und Bischof. Bei den Ständeratswahlen zeichnet sich jedoch ein offenes Rennen ab. Ein zweiter Wahlgang ist wahrscheinlich.

SDA

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