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Schaffhausen: Die Alten werden die Neuen

17 Männer und 5 Frauen bewerben sich im Kanton Schaffhausen um einen der beiden Nationalratssitze. Die neuen Kantonsvertreter werden wohl die alten sein: Hans-Jürg Fehr (SP) und Thomas Hurter (SVP). Spannender ist das Rennen um den frei werdenden Ständeratssitz.

Die Nationalratswahlen wirbeln in Schaffhausen derzeit kaum Staub auf. Niemand rechnet damit, dass einer der beiden wieder Kandidierenden abgewählt werden könnte. Auch wenn die «Weltwoche» kürzlich zur Abwahl Fehrs aufrief - der Ruf dürfte in Schaffhausen ungehört verhallen.

Verbindungen in den eigenen Reihen

Fehr (1948) wurde zwar bei seiner ersten Nationalratskandidatur 1999 nur knapp gewählt, schaffte aber seither den Sprung in die grosse Kammer immer problemlos. Hurter (1963) tritt zum ersten Mal zur Wiederwahl als Nationalrat an. An seinem Wahlerfolg zweifelt in Schaffhausen niemand. Die Parteien sind denn auch vor allem in den eigenen Reihen Listenverbindungen eingegangen: Die SP mit den Juso, der SP International und der AL. Die SVP mit der Jungen SVP, der SVP International und der EDU, die FDP mit den Jungfreisinnigen und der in Schaffhausen traditionell wählerschwachen CVP.

Ständerat: Harter Kampf für die FDP

Spannender als die Nationalratswahl ist in Schaffhausen das Rennen um den frei werdenden Sitz von FDP-Ständerat Peter Briner. Hier ist ein zweiter Wahlgang wahrscheinlich. Dabei gilt die Wiederwahl von Briners bisherigem Schaffhauser Kollegen im Stöckli, SVP-Ständerat Hannes Germann, als so gut wie sicher. Er wird wohl die Hürde des absoluten Mehrs im ersten Wahlgang nehmen. An der Wahlbörse des Schweizer Fernsehens ist er bis jetzt der einzige der sechs Ständeratskandidaten, bei dem die Teilnehmenden darauf tippen, dass er mehr als 50 Prozent der Stimmen erhalten werde. Die übrigen Bewerber liegen vorläufig noch eng beieinander. Praktisch gleichauf liegen der ehemalige Regierungsrat der Ökoliberalen (ÖBS), Herbert Bühl, und der parteilose Neuhauser Unternehmer Thomas Minder - schweizweit bekannt als «Vater der Abzockerinitiative». Auf dem nächsten Platz folgt SP-Mann Matthias Freivogel.

Den letzten Platz nimmt FDP-Kandidat Christian Heydecker ein, der Briner eigentlich beerben soll. Für Germanns und Heydeckers Wahl unterstützen sich SVP und FDP gegenseitig. Dass der FDP-Kandidat derzeit dennoch so schlecht im Rennen liegt, verdankt er wohl seiner anhaltenden Sympathie für die Kernkraft. Eine umstrittene Position in einem Kanton, der den Widerstand gegen ein atomares Endlager in der Verfassung festgeschrieben hat und dessen Regierung aus der Kernenergie aussteigen will.

SDA

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