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Malaise der Parolen, Malaise der Politik

Der propagandistische «Leerlauf» schreckt das Volk mehr ab, als dass es zum Wählen motiviert. Das sagte der Politiker Max Imboden, dessen Beststeller «Helvetische Malaise» in einer Neuedition vorliegt.

Propaganda bis zum Überdruss: Wahlkampf-Plakate bei Rothenthurm, Schwyz.
Propaganda bis zum Überdruss: Wahlkampf-Plakate bei Rothenthurm, Schwyz.
Keystone

Laut ist die Propaganda der Parteien, lärmig ist der Wahlherbst: «Arbeitsplätze schaffen!», «Rentenkollaps bekämpfen!», «Zuwanderung begrenzen!», «Familien stärken!» – die Beschallung mit Parolen erreicht, kurz vor dem Finale am kommenden Sonntag, die Schmerzgrenze. «Aus Liebe zur Schweiz» wollen die Freisinnigen «die absurde Bürokratie stoppen», aus Liebe zur Heimat will die SVP «Krimi- nelle härter anpacken», aus Liebe zum Land möchte die CVP den «Wirtschaftsstandort sichern» und die SP eine «Erbschaftssteuer zur Finanzierung der AHV» einführen.

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