Zum Hauptinhalt springen

Viren-Kunst auf dem Insel-Campus«Viren sind nicht nur unsere Feinde»

Der Wissenschaftsjournalist Roland Fischer möchte mit einer Ausstellung den gesellschaftlichen Blick auf Viren schärfen. Im Gespräch sagt er, warum die Künstlerin Pei-Ying Lin Viren zum Fressen gern hat und was ihn als Kurator überfordert.

«Die Kunst spendet – hoffentlich – Trost»: Kurator Roland Fischer vor einem Teil des Werks «Virophilia» von Pei-Ying Lin.
«Die Kunst spendet – hoffentlich – Trost»: Kurator Roland Fischer vor einem Teil des Werks «Virophilia» von Pei-Ying Lin.
Foto: Manuel Zingg

Für Sie als Wissenschaftler zunächst eine Definitionsfrage: Sie stellen in der Sitem-Insel sogenannte Bio-Art aus. Was ist das für eine Kunstgattung?

Bio-Art-Künstler arbeiten mit lebendiger Materie, oft Mikroorganismen. Sie versuchen, ihre Werke mit naturwissenschaftlichen Mitteln zu schaffen, etwa aus der Biotechnologie. Aktiv sind da besonders junge Künstlerinnen und Künstler. Viele reagieren auf Entwicklungen in der Forschung, die ihnen interessant erscheinen, aber in der Öffentlichkeit nicht immer grosse Aufmerksamkeit bekommen.

Bringen Bio-Art-Künstler einen naturwissenschaftlichen Hintergrund mit?

Es gibt einige Drop-outs, die eine Forscherkarriere abgebrochen haben. Sie eckten an und gingen in die Kunst, um mehr Freiheiten zu haben. Andere sind keine Wissenschaftler, wissen aber extrem viel über diese Themen. So auch Pei-Ying Lin, von der wir in Bern eine Arbeit zeigen. Sie ist die Virenspezialistin unter den Bio-Art-Künstlerinnen.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.