Zum Hauptinhalt springen

Arme Länder ziehen den KürzerenVerteilkampf um den Impfstoff

In Indien sitzt der grösste Impfstoffhersteller der Welt und produziert jetzt Corona-Vakzine. Doch ob das Land selbst davon profitieren wird, ist ungewiss.

Mitarbeiter des Gesundheitswesens in Indien messen die Temperatur einer Frau. Insgesamt gilt es hier 1,3 Milliarden Menschen gegen Sars-CoV-2 zu immunisieren.
Mitarbeiter des Gesundheitswesens in Indien messen die Temperatur einer Frau. Insgesamt gilt es hier 1,3 Milliarden Menschen gegen Sars-CoV-2 zu immunisieren.
Foto: Getty Images

Vor einem Jahr, als die Welt noch in Ordnung war, empfing Adar Poonawalla eine Gruppe von Journalisten aus der Schweiz, Österreich und Deutschland, um etwas über seine Firma zu erzählen. Poonawalla ist heute 39 Jahre alt, und er ist CEO des Serum Institute, des grössten Herstellers von Impfstoffen in Indien und der Welt.

Der Hauptsitz des Unternehmens liegt bei Pune, einer wenig charmanten Industrie- und Universitätsstadt in der Nähe von Mumbai. Und als Erstes fiel damals im Konferenzsaal des Serum Institute der Prunk auf, der im krassen Gegensatz zu der Armut draussen stand: die Ölgemälde, die vermutlich in ein Museum gehören, die Bilder der Töchter beim Reiten, das schwere Holz und silberne Besteck und das Pferd aus Kristall, das in der Mitte des Konferenztisches die Vorderhufe in die Luft reckt.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.