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Berner KalendergeschichtenUnter dem Berner Pflaster der Strand

«Geschichten im Vorübergehen»: Der Schriftsteller Jürgen Theobaldy veröffentlicht 68 Mini-Novellen, in denen er mitunter auch Berner Originalen der etwas anderen Art seine Reverenz erweist.

Graben und schauen, was darunter liegt: In Jürgen Theobaldys Geschichten ist die Berner Altstadt immer wieder Schauplatz  von unerhörten Begebenheiten.
Graben und schauen, was darunter liegt: In Jürgen Theobaldys Geschichten ist die Berner Altstadt immer wieder Schauplatz von unerhörten Begebenheiten.
Foto:  Valérie Chételat

Ein leicht verwirrter und haltloser Stadtflaneur namens Hans. B. betritt ein namenloses Berner Warenhaus, etwa von der Grösse des Loeb. Er stolpert über eine junge Frau, die neben einem Lift ein Sandwich verzehrt, und bedrängt wenig später eine junge Verkäuferin. Schliesslich nimmt er einen Warenlift, in dem ihn ein Fahrstuhlführer in dunkler Uniform und eine junge Frau mit einem Mädchen in einem Buggy erwarten. Der Lift wird immer schneller, rast in die Höhe, gellende Schreie allerorten, das tödliche Ende scheint unausweichlich. Doch der Lift hält plötzlich in einer Schräglage und entlässt den Mann in einen Dachstock und durch eine Art Tunnel wieder in seine plötzlich von Wolkenkratzern übersäte Stadt. «In dieser verwandelten Stadt, das war ihm sofort klar, wurde er von niemandem erwartet.»

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