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Von Kopf bis Fuss: Corona im Advent«Uns trennt eine imaginäre Scheibe»

Der Psychiater Joe Hättenschwiler sagt, was die fehlende körperliche Nähe mit uns anstellt – und warum sich bei vielen keine Adventsstimmung einstellen mag.

Wir bleiben mittlerweile auch ohne Bodenmarkierung auf Abstand: Social-Distancing-Markierungen in Zürich.
Wir bleiben mittlerweile auch ohne Bodenmarkierung auf Abstand: Social-Distancing-Markierungen in Zürich.
Foto: Christian Beutler (Keystone)

Je länger die Corona-Krise dauert, desto mehr scheinen den Menschen Berührungen zu fehlen. Konnten Sie das auch feststellen?

Ich spüre vor allem eine Unsicherheit: Wen darf ich überhaupt noch umarmen? Und, wenn ich das möchte, ist es auch für den anderen okay? Oder dränge ich mich schlimmstenfalls auf? Andererseits kenne ich Leute, die sagen: «Ich bin froh, dass sich dieses Küsschen-Geben bei der Begrüssung und beim Abschiednehmen erledigt hat.» Andere vermissen die körperliche Nähe sehr. Vor allem, wenn es um die Familie oder um Freunde geht. Uns trennt momentan eine imaginäre Scheibe. Diese Distanz kann einem psychisch durchaus zusetzen.

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