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Buch über schwarze Frauen in BielUnd immer wieder die Frage: «Woher kommst du wirklich?»

Schön, sinnlich und so völlig anders als wir: Das Bild schwarzer Frauen, wie es sich die Schweiz einst anhand von Völkerschauen herbeifantasierte, wirkt bis heute nach.

Dass schwarze Frauen gehört werden, ist auch heute noch nicht selbstverständlich: Black-Lives-Matter-Demonstration auf dem Berner Bundesplatz (13. Juni 2020).
Dass schwarze Frauen gehört werden, ist auch heute noch nicht selbstverständlich: Black-Lives-Matter-Demonstration auf dem Berner Bundesplatz (13. Juni 2020).
Foto: Raphael Moser

Schwarze Frauen gibt es in der Schweiz schon lange. Pauline Buisson zum Beispiel: Die Sklaventochter aus Haiti wurde 1776 von einem welschen Fremdenlegionär nach Yverdon gebracht, wo sie als Hausangestellte arbeitete und dem Schweizer 1790 einen Sohn gebar. Eine «leicht entflammbare Materie» sei sie, hiess es deswegen in einem Dokument der Gemeinde Yverdon, von der «kaum die Tugenden des hiesigen Klimas erwartet werden konnten».

Wer kürzlich im Schweizer Fernsehen den Dokumentarfilm über die schwarze Moderatorin Angélique Beldner gesehen hat, konnte ein gegenwärtiges Echo dessen erleben, was man in Yverdon einst über Pauline Buisson schrieb. Da sagte nämlich ein – offensichtlich angetrunkener – Mann zu Beldner, dass es schöne Sprösslinge gäbe, wenn sie mit einem Weissen Kinder hätte. Damit spielte er auf die Körperlichkeit einer Frau an, der er soeben zum ersten Mal begegnet war.

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