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Kommentar zur Wahl in UgandaUnd Europa schaut weg

Der wiedergewählte Präsident Yoweri Museveni hat sich als treuer Verbündeter des Westens im Kampf gegen den Terror positioniert. Das kommt in den USA und Europa gut an. Doch Ugandas junge Bevölkerung leidet.

Ugandas Präsident Yoweri Museveni, einst ein Hoffnungsträger, ist zum Diktator mutiert, hat es aber geschafft, im Westen noch geduldet zu werden.
Ugandas Präsident Yoweri Museveni, einst ein Hoffnungsträger, ist zum Diktator mutiert, hat es aber geschafft, im Westen noch geduldet zu werden.
Foto: Daniel Urungu (EPA, Keystone)

Man kann sagen, dass Yoweri Museveni recht offensiv mit seiner grössten Schwäche umgegangen ist, mit seinem Alter. Er wirbt mit Seniorität und Sicherheit – für seine Gegner steht er nach 35 Jahren als Präsident Ugandas an der Grenze zur Senilität. Etwa drei Viertel der Bewohner des Staates in Ostafrika sind unter dreissig Jahre alt, es ist eine der jüngsten Nationen der Welt, die nach den offiziellen Wahlergebnissen vom Samstag den 76-jährigen Museveni gewählt hat, einen der ältesten Präsidenten überhaupt. Wie passt das zusammen?

Museveni kann sich an der Macht halten, weil der Urnengang nur eine Simulation demokratischer Wahlen war.

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