Zum Hauptinhalt springen

Analyse zum Wahl-ManöverUnd dann wirft Trump ein Zündholz ins Benzinfass

Millionen Stimmen sind noch nicht ausgezählt, doch der US-Präsident ruft sich zum Wahlsieger aus und verlangt das Ende der Auszählung. Das ist beispiellos – sagt sogar Fox News.

«Was mich angeht, haben wir bereits gewonnen»: Donald Trump droht für den Fall einer Wahlniederlage mit dem Gang an den Supreme Court.
Video: Tamedia

Und dann kommt der Moment, den so viele vorausgesagt hatten. Der Moment, den so viele befürchtet hatten: Obwohl der Ausgang der Präsidentschaftswahl nicht feststeht, obwohl er wohl noch einige Zeit nicht feststehen wird, ruft sich Donald Trump im Weissen Haus zum Sieger. Ohne Grundlage, ohne Zurückhaltung, ohne demokratischen Instinkt. «One step too far», nannten es selbst die Kommentatoren von Fox News. Ein Zündholz in ein Fass Benzin.

Es gebe eine «sehr traurige Gruppe von Leuten», die versuchten, seinen Wählern die Stimme zu nehmen, behauptete Trump. Er zählte alle Bundesstaaten auf, die er in der Nacht gewonnen hatte, und schloss dabei Georgia und Pennsylvania ein, wo noch keine Resultate vorliegen. Er sprach von einem «Betrug» am amerikanischen Volk, der im Gange sei. Er kündigte an, die Auszählung von ausstehenden Stimmen vom Supreme Court stoppen lassen zu wollen. Er sagte: «Wir werden gewinnen, und was mich angeht, haben wir bereits gewonnen.»

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.