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Über 800 Straftaten gegen Flüchtlingsheime

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Im ausrangierten Baumarkt nahe Dresden sollen bis zu 600 Flüchtlinge wohnen. (21. August 2015)
Radau in Heidenau: Rechtsextreme greifen Polizisten vor einer Asylunterkunft an. (22. August 2015).
In Baden-Württemberg brennt eine Flüchtlingsunterkunft. (24 August 2015)
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Die Zahl der Straftaten gegen deutsche Flüchtlingsheime hat sich dieses Jahr im Vergleich zu 2014 bereits mehr als vervierfacht. Das Bundeskriminalamt (BKA) zählte bis Anfang Dezember 817 Delikte, wobei es sich in 130 Fällen um Gewalttaten gehandelt habe, teilt das Amt der Nachrichtenagentur AFP mit.

Laut BKA sind rechtsradikale Motive bei mindestens 733 der Taten die Ursache. Beim Grossteil der Straftaten handelte es sich demnach um Sachbeschädigung, Propaganda und Volksverhetzung. Es gab bislang 68 Fälle von Brandstiftung.

Die Vorjahreszahl von insgesamt 199 Straftaten gegen Flüchtlingsunterkünfte wurde nach Angaben des BKA allein im Zeitraum Juli bis September überschritten, in welchem sich 310 Anschläge ereignet hätten.

Doppelt so viele Brandstiftungen

Auch die Zahl der Gewalttaten habe vergangenes Jahr mit 28 deutlich unter dem vorläufigen Wert für 2015 gelegen. Im Jahr 2013 wiederum lag die Zahl der Straftaten mit insgesamt 69 noch einmal erheblich unter dem Wert für 2014, wie das BKA weiter mitteilte. Auch in den vergangenen beiden Jahren hätten die Täter meist aus fremdenfeindlichen Beweggründen gehandelt.

Die Zahl der Gewaltdelikte und Brandstiftungen hat sich laut BKA allein seit Anfang Oktober beinahe verdoppelt. Bis zur ersten Oktoberwoche waren demnach 72 Gewalttaten registriert, davon 35 Fälle von Brandstiftung.

Einer Auflistung des Bundestags zufolge ereigneten sich die rechtsradikal motivierten Straftaten gegen Flüchtlingsunterkünfte bis Ende September nahezu in allen Regionen Deutschlands.

SDA/slw