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Tipps to goTrapezkünste und Telefonwitze

Eine Harfenistin mit Risikofreude, ein Satiriker mit Telefon und Dänen mit südlichen Rhythmen: Das sind die drei kurzen Kulturtipps der Woche.

Akrobatikjazz: Julie Campiche Quartet


Das Julie Campiche  Quartet bildet mit der Trapezkünstlerin Vanessa Pahud ein Gesamtkunstwerk.

Das Julie Campiche Quartet bildet mit der Trapezkünstlerin Vanessa Pahud ein Gesamtkunstwerk.
Foto: Enrique Munoz Garcia

Wäre die Musikwelt ein Zirkus, dann wären die Jazzmusiker die Trapezkünstler. Jene, welche die grössten Risiken eingehen und die Möglichkeit des Absturzes stets mit einkalkulieren. So erstaunt es nicht, dass die Genfer Harfenistin Julie Campiche ihre Konzerte mit einer ebensolchen Trapezkünstlerin bestückt. Im Verbund mit ihrem lyrischen Hochspannungsjazz voller dynamischer Zuspitzungen und betörender Schönheit ergibt das in der Heiteren Fahne ein raumfüllendes Gesamtkunstwerk. (ane)

Heitere Fahne Wabern, Freitag, 9. Oktober, 20 Uhr

Am Apparat: Matto Kämpf

Matto Kämpf unterhält im Programm «Am Apparat» ohne viel Brimborium.
Matto Kämpf unterhält im Programm «Am Apparat» ohne viel Brimborium.
Foto: zvg

Eine Lektion des Lockdown war, dass wir das Telefonieren doch nicht verlernt haben. Mangels Freunden oder zur Abwechslung konnte man auch die Nummer eines Berner Satirikers wählen. Wie doch bei einem langen und breiten «Hallo, da isch dr Matto» die Welt wieder etwas lustiger war. Irgendwann braucht aber ein Bühnenmensch sein Livepublikum zurück – und umgekehrt. Darum hin zu Matto Kämpf, dessen Programm «Am Apparat» im Tojo-Theater auf Oldschool macht, mit Liedern, Dias und, ja, auch Telefonsketchen. (cgr)

Tojo-Theater Reitschule Bern, Donnerstag, 8., und Freitag, 9. Oktober, 20.30 Uhr

Afro-Jazz: The KutiMangoes

The KutiMangoes lasten Kopf und Beine aus.
The KutiMangoes lasten Kopf und Beine aus.
Foto: Manuel Weber

Eine der erquickendsten Afro-Jazz-Einspielungen des letzten Jahres stammte – wer hätte damit gerechnet? – aus Dänemark. Die Gruppe The KutiMangoes jonglierte auf dem Album «Afrotropism» neckisch mit komplexer Rhythmik, satten Bläsersätzen, afrofuturistischen Zitaten und solistischen Glanzleistungen. Zuweilen etwas kopflastig vielleicht, allerdings bei gleichzeitiger Auslastung der Tanzbeine. (ane)

Le Singe Biel, Freitag, 9. Oktober, 21 Uhr