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Coronavirus im Kanton Bern +++ Zusatzkosten von bis zu 550 Millionen Franken und tiefrote Zahlen +++ Das kostet die Krise +++

Der Regierungsrat informiert über die Konsequenzen der Coronakrise auf die Kantonsfinanzen.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Es gibt 1883 bestätigte Corona-Fälle und 96 Todesfälle im Kanton Bern.
  • Grundschulen, Läden, Museen, Restaurants (höchstens Vierertische) und einzelne Sportanlagen sind seit 11. Mai wieder geöffnet.
  • Das Versammlungsverbot im öffentlichen Raum, namentlich auf öffentlichen Plätzen, auf Spazierwegen und in Parkanlagen wird gelockert: Die Obergrenze wird per 30. Mai 2020 von bisher fünf auf 30 Personen erhöht.
  • Ab dem 6. Juni sind private und öffentliche Veranstaltungen mit bis zu 300 Personen erlaubt. Dazu gehören etwa Familienanlässe, Messen, Konzerte, Theatervorstellungen oder Filmvorführungen, aber auch politische und zivilgesellschaftliche Kundgebungen.
  • Grossveranstaltungen wie das Gurtenfestival oder das Buskers, können nicht stattfinden.
  • Wie sich die wichtigsten Kennzahlen dieser Epidemie in der Schweiz und auch auf der Welt entwickeln: zur Übersicht.

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Regierungsrat informiert: Das sind die finanziellen Auswirkungen der Coronakrise

Verfolgen Sie die Medienkonferenz der Berner Kantonsregierung live:

Arbeitslosenquote steigt

Regierungspräsident Christoph Ammann (SP) teilt zudem mit, dass im Rahmen von Kurzarbeitsentschädigungen bereis 119 Millionen Franken ausbezahlt wurden. «Die Zahl der Gesuche auf Kurzarbeit stagnieren oder gehen leicht zurück», stellte Ammann am Freitag fest.

Dafür steigt die Arbeitslosenquote im Kanton Bern nun deutlich an, aktuell liege sie bei 3,6 Prozent, so Ammann.

Corona kostet den Kanton bis zu 550 Millionen Franken

Wie teuer die Coronakrise den Kanton Bern zu stehen kommt, ist noch nicht abschliessend klar. Die Angaben, die Finanzdirektorin Beatrice Simon (BDP) heute macht, beruhen auf ersten Rechnungen und Schätzungen und damit auf dem heutigen Wissensstand.

Der bernische Regierungsrat geht heute von einer coronabedingten Zusatzbelastung von 450 bis 550 Millionen Franken aus. «Alleine im Jahr 2020 werden wohl Kosten in der Höhe von 350-400 Millionen Franken anfallen», sagt Simon.

Das führt im Kanton Bern zu tiefroten Zahlen: Im laufenden Jahr droht ein Defizit von bis zu 300 Millionen Franken. Vorgesehen war ein Überschuss von 200 Millionen, wie der Regierungsrat vor den Medien sagte.

Mehrkosten im Gesundheits- und Sozialbereich

Teuer zu stehen kommen den Kanton insbesondere die Ertragsausfälle bei den Berner Spitälern. Dazu kommen Sondermassnahmen für die Standortförderung, Aufwendungen für das medizinische Schutzmaterial, Zusatzkosten durch Stellvertretungen für gefährdete Lehrpersonen und Aufwendungen für die familienergänzende Betreuung. Ausserdem sei derzeit noch unklar, in welchem Ausmass die bernischen ÖV-Unternehmen abgegolten werden müssen. «Mindererträge dürften wegen weniger Ordnungsbussen auch in der Motorfahrzeugsteuer entstehen.»

Diese Auswirkungen betreffen ausschliesslich das laufende Jahr. Hinzu kommen indes mehrere Punkte, die auch in den folgenden Jahre zu Buche schlagen werden. So sei etwa in der Sozialhilfe mit grossen Auswirkungen der Coronakrise zu rechnen, so Simon. Auch wird es mehr Personen mit Anspruch auf Prämienverbilligungen geben und die Steuererträge werden zurückgehen.

Langfristige Auswirkungen

Nach 2020 werden die coronabedingten Kosten zwar zurückgehen. «Denkbar sind aber finanzielle Nachwirkungen bis 2022», sagt Simon. Die Finanzdirektorin geht davon aus, dass es in den kommenden Jahren jeweils zu einer Neuverschuldung von mehreren hundert Millionen Franken kommen könnte.

2021 dürfte das Defizit auf über eine halbe Milliarde Franken ansteigen, sagte Simon. Eine Neuverschuldung sei aus Sicht der Regierung unausweichlich. Die Finanzdirektorin warb für eine Lockerung der Schuldenbremse. (nfe/sda)

Die bernische Finanzdirektorin Beatrice Simon (BDP).
Die bernische Finanzdirektorin Beatrice Simon (BDP).
Nicole Philipp
Die Rückkehr der Legislative

Auch auf Gemeindeebene erwacht die Demokratie langsam wieder: So teilen mehrere bernische Gemeinden am Donnerstag mit, dass Gemeindeversammlungen wieder stattfinden. So teilt Matten bei Interlaken mit, dass ihre am 6. Juni durchgeführt wird – und zwar in der Eishalle der Gemeinde. Auch das Bielersee-«Stedtli» Nidau teilt mit, dass zwei Stadtratssitzungen am 17. Und 18. Juni bewilligt wurden. Jedoch nur unter «strengen» Hygienevorschriften. In Bern tagt der Stadtrat weiterhin in der Turnhalle Wankdorf, das nächste mal am 11. Juni.

Der Tierpark Bern öffnet definitiv am 8. Juni

Der Tierpark Bern öffnet seine Tore für Besucherinnen und Besucher wieder am 8. Juni 2020, wie er am Donnerstag mitteilt. Die Sicherheit der Gäste und der Mitarbeitenden stehe bei der Wiedereröffnung an oberster Stelle. «Unsere Totenkopfaffen werden Purzelbäume schlagen, dass die ereignislose Zeit im Vivarium vorbei ist», schreibt der Tierpark weiter.

Der Tierpark Bern habe sich für eine Wiedereröffnung in kleinen Schritte entschieden – analog zu den bisherigen erfolgreichen Massnahmen des Bundesrates in der COVID-19 Pandemie und stellt das Tierwohl an oberster Stelle. Eine Wiedereröffnung am 8. Juni ermögliche es den Tieren, sich nach und nach an die zahlreichen Tierparkgäste an einem schönen Wochenende zu gewöhnen.

Die Basis für die Wiedereröffnung des Dählhölzli-Zoo folge dem von den Zooverbänden entwickelten Branchenkonzept für Zoologische Gärten, Tierparks und Wildparks. Auf Basis dieses Branchenkonzeptes habe der Tierpark Bern sein Betriebskonzept entwickelt, welches laufend angepasst und neu beurteilt werde, um zeitnah auf Situationsänderungen zu reagieren. Das Betriebskonzept wird ab morgen am Tierpark umgesetzt,¨

Im Vivarium dürfen sich gleichzeitig 55, im gesamten Dählhöhlzli-Zoo 500 Personen aufhalten. Die Gäste würden ersucht, sich am Eingang die Hände zu desinfizieren und die Abstandsmarkierungen und Wegeleitungen zu respektieren.

Gewisse Areale im Tierpark Bern bleiben geschlossen, da die Sicherheitsabstände für die Gäste nicht gewährleistet werden kann. Auch häufig frequentierte Angebote des Tierparks Bern, wie u.a. kommentierte Fütterungen, Führungen, Treffpunkt Tier, Kindergeburtstage sind bis auf weiteres nicht möglich. Das Eulenbistro werde um das Wohl der Gäste besorgt sein, den BAG-Gastro-Auflagen folgend.

Berner Tierpark gewöhnt Flamingos behutsam wieder an die Menschen

Die Flamingos im Berner Tierpark Dählhölzli müssen behutsam wieder an die Menschen gewöhnt werden. Das berichtete Tierparkdirektor Bernd Schildger am Donnerstag im Regionaljournal von Radio SRF.

Die Zoos in der Schweiz dürfen am 6. Juni wieder öffnen. Doch Schildger hat Bedenken. Zwar habe das Dählhölzli ein Betriebskonzept, basierend auf dem Branchenkonzept von Zoo Schweiz. Doch ein erster Öffnungstag an einem Samstag mit grossen Menschenmengen sei nicht ideal, um das Konzept zu testen.

Schildger tendiert dazu, erst am Montag, 8. Juni zu öffnen. Das komme auch den Tieren entgegen. «Diese leben seit drei Monaten abstinent vom Menschen.» Sein Team habe sich Mühe gegeben, sie zu unterhalten.

«Aber sobald einer in die Nähe eines Flamingos geht, ist die ganze Herde am anderen Ende der Anlage», sagte Schildger. Kämen viele Leute aufs Mal, «dann habe ich schlicht und ergreifend Angst, dass mir die ersten Flamingos in den Zaun fliegen.»

Berner Grüne werben für klimafreundlichen Restart nach Corona-Krise

Die Grünen des Kantons Bern wollen nach der Corona-Krise einen «klimafreundlichen und solidarischen Restart». Das machten sie am Donnerstag an einer virtuellen Medienkonferenz deutlich.

Bund und Kanton Bern hätten in der Krise rasch und grundsätzlich umsichtig gehandelt, sagte Kantonalpräsidentin Natalie Imboden. Nachdem sich die gesundheitspolitische Situation stabilisiert habe, müssten die Weichen nun für Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft gestellt werden – «und zwar nachhaltig».

Die zweite Legislaturhälfte biete dafür Gelegenheit, betonten mehrere Parteivertreterinnen und -vertreter. So brauche es ein Moratorium beim Ausbau der Strassenkapazitäten, sagte Grossrätin Moussia von Wattenwyl. Die Verkehrspolitik sei konsequent auf klimaverträglichen Verkehr auszurichten.

Partei-Vizepräsidentin Lena Frank forderte bessere Löhne in der Pflege und in der Kinderbetreuung: «Applaus reicht nicht.» Vonnöten sei auch eine starke soziale Infrastruktur und eine gute Gesundheitsversorgung, sagte Andrea de Meuron, die Präsidentin der Grünen-Fraktion im Grossen Rat. Die öffentliche Hand müsse wieder stärker ihren Einfluss wahrnehmen.

Was die Lockerungen für die Berner Bäder bedeuten

Echtzeit-Übertragung im Internet, halb leeres Marzili, Zeitlimite für Gäste: Der Badisommer 2020 wird speziell. Zum Übersichtsartikel. (Abo)

Vergittert und abgesperrt: So präsentiert sich zurzeit das Stadtberner Marzilibad.
Vergittert und abgesperrt: So präsentiert sich zurzeit das Stadtberner Marzilibad.
Foto: Adrian Moser
Nachtclubs können nur wenige Gäste reinlassen und müssen um Mitternacht schliessen

In der Berner Clubszene reagiert man derweil ratlos auf die vom Bundesrat am Mittwoch verkündeten Lockerungen. So schreibt etwa FDP-Politiker Tom Berger auf Twitter, dass sich mit einer Abstandsregel von 4 Quadratmeter pro Person nicht richtig tanzen lasse. Mit dieser Auflage könne man nur ganz wenige Personen reinlassen, da komme keine Tanzstimmung auf und der Betrieb rentiere sich kaum. Zudem sei die Corona-Sperrstunde kontraproduktiv: Nachtclubs dürfen zwar ab dem 6. Juni öffnen, müssen wie Restaurant aber bereits um Mitternacht schliessen.

Kinos: Noch nicht alle Säle, dafür volles Programm

Früher als erwartet dürfen nun auch die Stadtberner Kinos wieder öffnen. Das hat die Verantwortlichen bei der Arthouse-Kette Quinnie ein wenig überrascht – wann genau man den Betrieb wieder aufnehme, ob am 6. Juni oder ein paar Tage später, werde in den nächsten Tagen intern diskutiert, sagt Quinnie-Chefin Edna Epelbaum. «Aber ich freue mich enorm, dem Berner Publikum wieder ein Kinoprogramm anbieten zu können.» Für Quinnie ist es kein Problem, dass die grossen Produktionsstudios viele ihrer Blockbuster in den Herbst verschoben haben – Epelbaum verspricht ein Programm «für alle Geschmäcker».

Allerdings öffnet Quinnie nicht von Anfang an alle Säle. Man wolle sich Zeit nehmen, um das Schutzkonzept einzuführen. Dieses wird in den nächsten Tagen auf nationaler Ebene finalisiert. So, wie es aussieht, werden die Kinos im Foyer auf Abstand setzen, in den Sälen auf Contact Tracing – so, wie sie es im März vor dem Lockdown gehandhabt hatten.

Das Kino Rex will bereits am 6. Juni wieder öffnen.
Das Kino Rex will bereits am 6. Juni wieder öffnen.
Adrian Moser

Sicher schon am 6. Juni öffnet das Berner Kino Rex, und zwar mit einer kleinen Retrospektive zum kürzlich verstorbenen Schauspieler Michel Piccoli sowie Premierenfilmen. Für das Rex-Openair Mitte Juli im Innenhof des Berner Generationenhauses ist Rex-Leiter Thomas Allenbach optimistisch – «Ans Meer!» heisst dort das Motto. Auch das Kino Cinématte nimmt den Betrieb wieder auf; wann genau, wird in den nächsten Tagen entschieden. In die Sommerpause verabschiedet hat sich derweil das Kellerkino: Es bleibt bis Anfang September geschlossen.

Ziemlich unklar ist die Situation für das Marzili Movie Openair – Hüseyin Matur und sein Team werden in den nächsten Tagen entscheiden, ob der Anlass unter den gegebenen Voraussetzungen durchführbar ist. Problematisch sei etwa das Abstandhalten beim Einlass oder an der Bar. (reg)

Konzert Theater Bern: Jeden Abend eine Vorstellung

Konzert Theater Bern hat für die verbleibenden Wochen bis zum Saisonende am 28. Juni einen alternativen Spielplan vorbereitet: Ab dem 10. Juni wird jeden Tag eine Theater-, Opern- oder Tanzproduktion auf der Bühne des Stadttheaters gezeigt. Über die konkreten Aufführungen will Konzert Theater Bern (KTB) am Donnerstag informieren. Es handle sich dabei um ein Programm, das in den letzten Wochen extra für diese Zeit auf die Beine gestellt worden sei und die Abstandsregeln berücksichtige, sagt Anton Stocker, der kaufmännische Direktor von KTB.

Was den Saisonstart im Herbst angehe, sei man verschiedene Szenarien durchgegangen, so Stocker. Darunter auch die Möglichkeit, die Anzahl Zuschauersitze im Theatersaal zu reduzieren. Mehr will KTB erst nach dem 24. Juni sagen – dann wird der Bundesrat vermutlich weitere Lockerungen bekannt geben.

Ein Vorteil in der jetzigen Situation sei, dass KTB das Contact Tracing sehr gut einhalten könne, sagt Stocker: «Bei einer Analyse Ende Februar stellten wir fest, dass wir von 99% der Besucherinnen und Besuchern Daten besitzen.» Anonyme Kartenverkäufe werde man vorerst nicht mehr durchführen.

Für die Proben der kommenden Saison sei man ausserdem dabei, Konzepte zu erarbeiten. Davon betroffen ist etwa das Grossprojekt «Paradise City», ein Musical von Cihan Inan, in dem das Berner Symphonieorchester mitspielen wird. Die Premiere ist zwar erst für Ende September angesetzt, die Proben beginnen aber bereits im Sommer. «Die Schutzmassnahmen haben natürlich Einfluss auf die Besetzung und die Inszenierung. Die beteiligten Leute sind daran, sich dazu Gedanken zu machen.»

Weitere Berner Theaterhäuser: Jugendclubs und Gastspiele

Im Schlachthaus-Theater stehen bis zum Saisonende Produktionen des Kinder- und des Jugendclubs auf dem Spielplan, die aber nicht wie geplant gezeigt werden. Die Gruppen hätten alternative Präsentationsformen entwickelt, über die man noch informieren werde, sagt die Medienverantwortliche Eva Winkler-Ebner. Die Kleinkunstbühne La Cappella nimmt die geplanten Gastspiele derweil ab dem 9. Juni wieder auf; das Tojo-Theater der Reitschule macht erst im Herbst mit dem regulären Betrieb weiter. (lri)

Berner Literaturfest soll dank Lockerungen stattfinden, Buchhandlungen warten ab

Mit den weiteren Lockerungen der Corona-Massnahmen sind ab dem 6.Juni auch wieder Lesungen und andere Literaturveranstaltungen möglich. Eine kleine Umfrage zeigt, dass die Buchhandlungen in Bern noch zurückhaltend sind. Die Buchhandlungen Stauffacher und Orell Füssli Thalia haben momentan ein «Buchungs-Moratorium». Für Filialleiter Roland Baumberger sind aber angesichts der Lockerungen Anlässe ab September wieder wahrscheinlich. «Es stellt sich auch die Frage, ob wir von den zwölf abgesagten Frühlings-Events einige nachholen werden», sagt Baumberger. Entschieden sei noch nichts.

Situativ entscheiden wird die Buchhandlung Haupt am Falkenplatz. Die meisten Lesungen finden im Atelier statt, dass maximal 100 Personen Platz bietet. «Es ist noch nicht einschätzbar, ob das Publikum wieder solche für unsere Verhältnisse grössere Veranstaltungen besuchen wird», sagt Adela Haupt. Dazu brauche es wohl noch etwas Zeit.

Im Zentrum Paul Klee wird das Literaturprogramm nach den Sommerferien mit einer Lesung von Tom Kummer am 30. August beginnen. Weitere Lesungen in diesem Jahr: Bernhard Schlink (4.Oktober), Elke Heidenreich (11. Oktober) und Pascal Mercier (15. November).

Bei den Literaturfestivals ist schon länger bekannt, dass die 15. Ausgabe der Literaare in Thun vom März in den September verschoben und von 25.–27. September stattfinden wird (u.a. mit Ruth Schweikert, Christoph Geiser, Matto Kämpf und Sandra Künzi).

Zuversichtlich sind auch die Verantwortlichen des Berner Literaturfests, das von 26.–30. August in Bern und Umgebung stattfinden soll. «Wir haben optimistisch an unserer Planung festgehalten und gehen jetzt davon aus, dass das 8. Berner Literaturfest stattfinden wird», sagt Mediensprecher Martin Burkhalter. Schwerpunktmässig würde eher auf Lesungen im Freien in der Altstadt gesetzt. Aber auch grössere Räume wie das Kornhausforum und der eine oder andere Kunstraum käme in Frage für Lesungen. «Wir passen uns den Bestimmungen an und sind flexibel», sagt Burkhalter. Ein Schutzkonzept werde in den nächsten Wochen erarbeitet. (lex)

Noch zwei Personen auf der Intensivstation

Keine weiteren Corona-Todesfälle und keine weiteren Ansteckungen: Die vom Kanton Bern täglich veröffentlichten Zahlen haben sich auch von Dienstag auf Mittwoch nicht verändert. 96 Menschen sind im Kanton Bern seit dem Beginn der Corona-Pandemie an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben - letztmals wurden Todesfälle vor über zehn Tagen vermeldet, am 15. Mai. Die Gesamtzahl der Ansteckungen verharrt seit Sonntag unverändert bei 1881.

In Spitalbehandlung befinden sich bloss noch elf Personen. Zwei davon sind auf der Intensivstation - von diesen ist eine auf künstliche Beatmung angewiesen. Die Zahlen aus den Spitälern werden vom Kanton Bern nur noch drei Mal pro Woche aktualisiert. Am Montag waren noch 18 Personen wegen Covid-19 in Spitalbehandlung, davon lagen zwei auf der Intensivstation. (pd)

Noch elf Personen befinden sich wegen Covid-19 im Spital.
Noch elf Personen befinden sich wegen Covid-19 im Spital.
Screenshot Webseite des Kantons Bern
Valora legt einige Avec-Läden und Kioske still.

Während andere Geschäfte wieder öffnen, hat Valora in der Region Bern mehrere Verkaufsstellen vorübergehend geschlossen. Von den etwa zwei Dutzend Avec-Läden im Kanton Bern — dazu gehören auch solche, die sich an Tamoil-Tankstellen befinden — sind drei betroffen: Es sind die Läden in Worb, Konolfingen und an der Schanzenstrasse in Bern.

Über die Schliessung der Läden in Worb und Konolfingen, welche von Valora bestätigt wird, hat das Internetportal Bern-Ost berichtet. Vorgesehen ist, die Läden «zirka am 8. Juni» wieder zu öffnen, wie es auf einem Informationsplakat heisst, das an der Filiale in Worb ausgehängt wurde.

Starke Umsatzverluste

Begründet wird die Schliessung der drei Läden von der Valora-Gruppe damit, dass die Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus an den Laden-Standorten schweizweit zu starken Frequenz- und Umsatzverlusten geführt hätten. Auf die Einbussen reagiere das Unternehmen mit reduzierten Öffnungszeiten oder temporären Schliessungen von Verkaufsstellen. Für betroffene Mitarbeitende soll Kurzarbeit beantragt werden.

Auch Kioske in Bern betroffen

Nebst den drei Avec-Läden hat Valora in der Stadt Bern auch drei Kioske vorübergehend stillgelegt: Es sind die Kioske an den Standorten Wankdorf, Amthausgasse und Welle 7. Valora sei bestrebt, diese Verkaufsstellen so schnell wie möglich wieder zu eröffnen, heisst es in der Stellungnahme des Unternehmens. Der Geschäftsgang in Valora-Läden hänge sehr stark davon ab, wie sich die Kundenfrequenzen nach den Lockerungen entwickelten und «wie schnell sich danach auch das Kaufverhalten der Kunden normalisieren wird», schreibt Valora. (pd)

Der Avec-Laden in Worb bleibt vorübergehend geschlossen - voraussichtlich bis am 8. Juni.
Der Avec-Laden in Worb bleibt vorübergehend geschlossen - voraussichtlich bis am 8. Juni.
Screenshot Internetportal Bern-Ost

Stadt Biel unterstützt Parteien im Wahlkampf

Wegen der Corona-Pandemie dürfte sich der Wahlkampf der Bieler Parteien im Sommer nicht im gewohnten Umfang im öffentlichen Raum abspielen. Die Stadt Biel will die Parteien deshalb bei Kommunikation und Werbung unterstützen.

Der Gemeinderat hat verschiedene Massnahmen geprüft und sich für deren zwei entschieden, wie er am Mittwoch mitteilte. Einerseits übernimmt die Stadt den Beitrag an die Wahlhilfe-Plattform smartvote und andererseits die Erstellung einer Beilage im amtlichen Anzeiger. In dieser Beilage, die an alle Haushalte verteilt wird, kann sich jede Liste präsentieren.

«Selbstverständlich wird dabei die Gleichbehandlung aller Beteiligten sichergestellt», verspricht die Stadt in ihrer Mitteilung. Die beiden Massnahmen erfolgen zusätzlich zur gewohnten Unterstützung. Dabei stellt die Stadt beispielsweise Plakatierungsflächen zur Verfügung und übernimmt den Versand der Flyer mit dem offiziellen Wahlmaterial.

Für den Gemeinderat sollen die Massnahmen nicht nur die Parteien in der Corona-Krise unterstützen, sondern auch dazu beitragen, dass die in Biel für gewöhnlich tiefe Wahlbeteiligung steigt. Die Bieler Gemeindewahlen finden am 27. September 2020 statt.(sda)

Neuansteckungen bei 0

Bereits zum zweiten Mal hintereinander meldet der Kanton Bern keine neue Corona-Infektionen, die Zahl liegt weiterhin bei 1881. Auch kam es zu keinen neuen Todesfällen. Nicht aktualisiert wurden die Zahlen zu den Angaben der Corona-Fälle in den Spitälern.

Kanton Bern
Keine Neuansteckungen

Im Kanton Bern sind seit gestern Sonntag keine weiteren Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Nach wie vor beläuft sich die Anzahl laborbestätigter Fälle auf 1881.

Abgenommen hat auch die Anzahl hospitalisierter Personen: Waren gestern noch 20 Covid-19-Patientinnen und Patienten in bernischen Spitälern, sind es heute Montag noch deren 18. Davon werden zwei auf der Intensivstation beatmet.

In den letzten 24 Stunden ist niemand an den Folgen einer Covid-19-Infektion gestorben. (nfe)

Keine neuen Fälle und weniger Hospitalisierte. Das Corona-Update vom 25. Mai.
Keine neuen Fälle und weniger Hospitalisierte. Das Corona-Update vom 25. Mai.

Drei neue Fälle im Kanton Bern

Im Kanton Bern sind bis am Sonntag 1881 Personen positiv auf das neue Corona-Virus getestet worden. Das sind 3 mehr als am Vortag.

Die Bilanz

Welche Bilanz zieht die Berner Kantonspolizei nach dieser vierten samstäglichen Demo? Lesen Sie hier ihr Fazit.

Die Polizei kontrolliert einen Demonstranten.
Die Polizei kontrolliert einen Demonstranten.
Franziska Rothenbühler

Polizei zieht sich zurück

Dem starken Regen halten nur noch wenige Stand. Auch die Polizei zieht sich langsam zurück.

(Redaktion Der Bund)