Coronavirus im Kanton Bern – +++ Impftermine vorerst ausgebucht +++ 336 neue Fälle – 8 Todesfälle +++ Härtefallhilfe: Kanton verbessert nach Kritik Antragsformular
Am ersten Anmeldetag hat der Kanton Bern bereits alle 20’000 Impftermine vergeben, die vorerst verfügbar sind.
Das Wichtigste in Kürze:
Die Berner Schulen beginnen normal mit Präsenzunterricht. Mit einer Ausnahme: Für angehende Berufsleute im Sozial- und Gesundheitsbereich gilt sofort Distanzunterricht.
Am 11. Januar will der Kanton Bern mit seiner Impfkampagne beginnen.
Der Kanton Bern verzichtet zwar derzeit auf eine Schliessung der Skigebiete, er will aber sofort reagieren, wenn sich die Situation in den Spitälern weiter verschärft.
Der Kanton Bern limitiert die erlaubte Teilnehmerzahl bei Kundgebungen «wegen der epidemiologischen Gefahr» per sofort auf 15 Personen.
Der Kanton Bern meldete innert 24 Stunden 336 neue Corona-Fälle. 8 Personen sind an den Folgen der Ansteckung mit dem Virus verstorben.
Der 7-Tage-Schnitt der Infektionen beträgt 346. Vor einer Woche lag dieser Wert noch bei 380 Infektionen.
Die Zahl der Todesfälle liegt nun bei insgesamt 749.
«Das gilt aktuell im Kanton Bern»
Wie sich die wichtigsten Kennzahlen dieser Epidemie in der Schweiz und auch auf der Welt entwickeln: zur Übersicht.
Weitere Grafiken zur Entwicklung der Pandemie im Kanton Bern finden Sie an dieser Stelle.
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Der Kanton Bern meldet am Samstag 336 neue laborbestätigte Corona-Infektionen aus den letzten 24 Stunden. Am Freitag waren 331 Ansteckungen gemeldet worden.
Im Durchschnitt aus den letzten sieben Tagen sind täglich 346 neue Fälle gemeldet worden. Vor einer Woche lag der Sieben-Tage-Schnitt noch bei 380 Fällen.
8 Todesfälle
In den letzten 24 Stunden sind im Kanton Bern zudem 8 weitere Personen im Zusammenhang mit einer Covid-Erkrankung gestorben. Insgesamt verzeichnet der Kanton Bern damit 749 Todesfälle seit Ausbruch der Pandemie.
Die Zahl der Tests ist leicht gesunken. Die Rate der positiven Ergebnisse beträgt 15,7 Prozent. Gestern lag dieser Wert bei knapp 11 Prozent. Um den Stand der Pandemie richtig einschätzen zu können, wäre gemässe Weltgesundheitsorganisation eine Positivitätsrate von höchstens 5 Prozent nötig.

Im Kanton Bern müssen zahlreiche Impfwillige, unter ihnen die Mehrheit der über 75-jährigen, vorerst weiter auf die Covid-19 Spritze warten: Alle 20'000 verfügbaren Impftermine waren am Freitag innert Stunden ausgebucht. Zum Artikel (ABO).
Der Kanton Bern vermeldet am Freitag 331 neue Corona-Infektionen. Damit sinkt der 7-Tageschnitt auf 324 und liegt somit so tief, wie bereits seit Oktober nicht mehr.
Doch wie verlässlich sind die gemeldeten Zahlen nachdem über die Feiertage nur sehr wenig getestet wurde? Zumindest am Freitag entwickelten sich die Werte in die gewünschte Richtung, wurde mit 2557 wieder relativ viele Tests gemeldet. Die Positivitätsrate liegt mit 12 Prozent somit tiefer als die Tage zuvor.
Sieben Personen sind am Coronavirus gestorben, Im Spital (279) und in den Intensivstationen (47) befinden sich leicht weniger Personen als am Vortag. (spr)

Nach heftiger Kritik aus der Gastrobranche verbessert der Kanton Bern das Formular, mit dem Unternehmen in der Corona-Pandemie Härtefallhilfe beantragen können.
Das «offensichtlich unvollständig erläuterte Antragsformular» werde noch diese Woche angepasst, schreibt die Kantonsregierung in einer Mitteilung vom Freitag.
Die Präsidentin des Wirteverbands Gastrobern, Eveline Neeracher, hatte vor ein paar Tagen in einem offenen Brief an den Regierungsrat geschrieben, die Kriterien für die Härtefallhilfe mache sie «traurig, deprimiert, aber auch wütend». Es werde nämlich kaum einen Betrieb geben, welcher die vom Kanton Bern definierten Kriterien erfüllen könne.
Dies, da als Bedingung für eine Hilfe nicht nur ein Umsatzrückgang von 40 Prozent gefordert werde. Darüber hinaus müsse noch die Kurzarbeitsentschädigung aufgerechnet werden, welche ausbezahlt worden sei. So lasse der Kanton Bern das Gewerbe «wissentlich sterben».
Die Kantonsregierung schreibt nun, die Kurzarbeitsentschädigung müsse nicht zum Umsatz aufgerechnet werden. «Somit werden personalintensive Unternehmen wie Gastronomiebetriebe nicht bereits aufgrund der hohen Personalkosten faktisch von den Härtefallmassnahmen ausgeschlossen.»
Zudem würde eine Aufrechnung der Kurzarbeitsentschädigungen aus Sicht des Regierungsrates falsche Anreize schaffen: Unternehmen, die in der Coronakrise Kurzarbeit beantragten, um ihr Personal zu behalten, würden gegenüber den Betrieben benachteiligt, die ihr Personal entliessen.
Er habe «grosses Verständnis» für die schwierige Situation der Gastrobetriebe, beteuert der Regierungsrat auch. Im Unterschied beispielsweise zum Kanton Aargau fehle aber im Kanton Bern die gesetzliche Grundlage für ein eigenes Unterstützungsprogramm.
Das erlaube es dem Kanton Bern nicht, gegenüber den Vorgaben des Bunds Lockerungen vorzunehmen. Dies betreffe insbesondere die Bedingung, dass eine Umsatzeinbusse von 40 Prozent vorliegen muss.
Lesen Sie dazu auch unseren Artikel von Anfangs Woche, wo Gastronomen ihren Unmut äusserten. Zum Artikel.
Seit Freitagmorgen können sich im Kanton Bern Impfwillige für die Corona-Impfung anmelden. Es können sich vorerst nur Personen anmelden, die älter als 75 Jahre sind. Das System scheint grundsätzlich zu funktionieren, tausende Termine sind bereits weg. Trotzdem sind auf unserer Redaktion auch Reklamationen eingetroffen. Zum Artikel (Abo)
In den frühen Morgenstunden wollte der Kanton Bern die Registrierungsmöglichkeit für die Corona-Impfungen freischalten - und das ist offenbar geschehen. Um sechs Uhr jedenfalls war eine Registrierung möglich. Diese erfolgt über die Homepage zur Corona-Impfung.
Wichtig: Diese Registrierung ist bloss gemacht worden, um zu sehen, ob und wie das System funktioniert. Der Kanton empfiehlt jedoch Personen, die jünger sind als 75 und für eine Impfung ohnehin noch nicht in Frage kommen, ein paar Tage zuzuwarten, damit das System nicht überlastet wird.
Wie geht man vor?
Zunächst gilt es eine Selbsteinschätzung vorzunehmen. Sobald feststeht, dass man generell geimpft werden kann, ist ein Anmeldeprozedere zu durchlaufen.
Nachdem man sich selber ein Passwort gegeben hat - Achtung: Es muss mindestens acht Zeichen lang sein -, kriegt man via SMS einen Sicherheits-Code aufs Handy. Nun muss die Krankenkasse angegeben werden sowie die Krankenkassennummer. Es empfiehlt sich deshalb, das Krankenkassenkärtli bereits herausgesucht zu haben. Die ersten zehn Ziffern der Nummer sind bereits automatisch eingetragen.
Schliesslich gibt es ein paar Fragen über chronische Krankkheiten zu beantworten. Anzugeben ist weiter, in welcher Berufsgruppe man tätig ist und ob man die Möglichkeit hat, im Homeoffice zu arbeiten. Fertig.
Am Ende wird einem ein Code zugeteilt. Dieser wird auch aufs Smartphone übermittelt. Nun wird ersichtlich, in welche Impfgruppe man eingeteilt ist und ob diese bereits für das Impfen freigegeben ist. Falls nicht, wird man aufgefordert, sich auf der gleichen Homepage gelegentlich zu informieren, wann die Gruppe an die Reihe kommt. Sobald dies so ist, kann man Impftermine abmachen.
Das ganze Prozedere dauert rund zehn Minuten. (db)

Die Gymnasien und die meisten Berufsschulen starten analog zu den Volksschulen ebenfalls mit Präsenzunterricht am nächsten Montag. Dies meldet die kantonale Bildungsdirektion. Die Schutzkonzepte würden leicht verschärft: «Nebst der bereits geltenden konsequenten Maskenpflicht, gelten in den Mensen die strengen Massnahmen für Betriebskantinen, im Musikunterricht wird auf Singen auch mit grossem Abstand verzichtet, im Sport wird auch im Freien Abstand gehalten und nicht Schulangehörigen ist der Zutritt zum Schulhaus mit Ausnahme von Einzelgesprächen verboten.»
Auf Fernunterricht stellen hingegen die Bildungsinstitutionen der Gesundheits- und Sozialberufe um. Angehende Fachleute Gesundheit, Betreuung und Assistenten Gesundheit und Soziales werden also im Distanzunterricht ausgebildet. Dies soll vorerst bis 31. Januar gelten.
Ergriffen werde die Massnahme, um der angespannten Lage in Gesundheits- und Betreuungseinrichtungen Rechnung zu tragen und die Bewohnerinnen und Bewohner der Institutionen zu schützen.
Ausgenommen sind Ausbildungsstätten im Berner Jura, da sich dort laut Mitteilung die Situation weniger angespannt präsentiere.
An Hochschulen und bei der höheren Berufsbildung bleibt alles beim Alten: Sie haben bereits im Oktober auf Distanzunterricht umgestellt. (cab)

Der Kanton Bern meldet am Donnerstag 394 neue laborbestätigte Corona-Infektionen aus den letzten 24 Stunden. Dies bei insgesamt 2'362 durchgeführten Tests. Das entspricht einer Positivitätsrate von knapp 17 Prozent.
Die Anzahl neuer positiver Fälle ist im Vergleich zu gestern leicht zurückgegangen: Am Mittwoch sind 538 Ansteckungen gemeldet worden, allerdings bei 2'918 durchgeführten Tests.
Im Durchschnitt aus den letzten sieben Tagen sind täglich 349 neue Fälle gemeldet worden. Vor einer Woche lag der Sieben-Tage-Schnitt noch bei 382 Fällen.
13 Todesfälle, konstant hohe Auslastung de Spitäler
In den letzten 24 Stunden sind im Kanton Bern zudem 13 weitere Personen im Zusammenhang mit einer Covid-Erkrankung gestorben. Insgesamt verzeichnet der Kanton Bern damit 734 Todesfälle seit Ausbruch der Pandemie.
In den bernischen Spitälern waren am Donnerstag insgesamt 300 Covid-Patientinnen und -patienten hospitalisiert. 53 von ihnen wurden auf der Intensivstation gepflegt, davon mussten 41 künstlich beatmet werden. (nfe)

Ab morgen Freitag können sich Bernerinnen und Berner ab 75 Jahren für die Covid-Impfung anmelden. Die ersten Impfungen werden dann am kommenden Montag durchgeführt. Für die rund 105'000 über 75-jährigen Personen im Kanton Bern stehen vorerst nur 20'000 Termine zur Verfügung. Einige werden deshalb «etwas länger warten müssen», wie die bernische Gesundheitsdirektion am Donnerstag in einer Mitteilung schreibt. Der Kanton Bern will laufend informieren und bittet um Geduld.
Die Terminbuchung funktioniert dann nach dem Prinzip «First come, first served». Es werde sich jede Person impfen lassen können, die geimpft werden möchte, versichert der Kanton. Alle impfwilligen Personen können sich ab morgen Freitag auf www.be.ch/corona-impfung oder telefonisch unter 031 636 88 00 registrieren.
Chronisch Kranke kommen danach
Nach den über 75-Jährigen haben diejenigen Personen ab 16 Jahren Priorität, die an chronischen Krankheiten mit besonderem Risiko leiden. Sie brauchen ein ärztliches Attest, das sie bereits jetzt organisieren können und später beim Empfang im Impfzentrum vorlegen müssen.
An dritter Stelle wird der Kanton Bern Personen zwischen 65 und 74 Jahren zur Impfung zulassen. An vierter Stelle sind Personen aus der Gruppe der besonders gefährdeten Personen zugelassen, die unter 65 Jahre alt sind und solche, die an chronischen Krankheiten leiden und noch nicht geimpft wurden.
Parallel zu den Impfungen in Impfzentren beginnt der Kanton die Impfungen in Alters- und Pflegeheimen, dies geschieht in einer ersten Phase mit mobilen Teams aus den Impfzentren.
Lesen Sie in dieser Übersicht alles, was es für den Impfstart im Kanton Bern sonst noch zu beachten gilt. (nfe/pd)

Für Kinder ab Kindergarten bis neunter Klasse beginnt im Kanton Bern am Montag der Unterricht normal im Klassenzimmer mit Präsenzunterricht. An den Schutzkonzepten wird vorerst nichts geändert.
Die Berner Bildungsdirektorin Christine Häsler (Grüne) hat dazu am Dienstagmorgen einen Brief an die Schulleitungen verschickt. Er ist ebenfalls auf der Webseite des Amts für Kindergarten, Volksschule und Beratung aufgeschaltet.
Nach der letzten Bundesratssitzung sei klar, dass man so einsteigen könne, schreibt Häsler. In ihrem Schreiben nutzt sie die Gelegenheit, den Lehrerinnen und Lehrern für die geleistete Arbeit im schwierigen Umfeld zu danken. (cab)
Lesen Sie hier einen Meinungsartikel zur aktuellen Diskussion über Schulschliessungen.
In den letzten 24 Stunden sind im Kanton Bern 536 Neuinfektionen mit dem Corona-Virus festgestellt worden. Das ist ungefähr der gleich hohe Wert wie vor einer Woche. Gestorben sind seit Dienstag weitere acht Personen an den Folgen der Covid-Erkrankung. Dies geht aus der aktualisierten Corona-Homepage des Kantons Bern hervor.
Der Sieben-Tage-Schnitt der Neuinfektionen liegt bei 361. Seit dem 23. Oktober lag dieser Wert höher. Am höchsten war er am 6. November mit 741.
Die Zahl der hospitalisierten Personen ist in der vergangenen Woche ungefähr gleich hoch geblieben. Sie beträgt gegenwärtig 309. Mitte November waren deutlich mehr Personen im Spital - über 400.
Auf der Intenivstation befinden sichgegenwärtig 53 Personen; 43 davon sind auf künstliche Beatmung angewiesen. (db)

Der Kanton Bern meldet für die letzten 24 Stunden 341 neue bestätigte Ansteckungen mit dem Coronavirus. Zudem kam es seit gestern zu 10 Todesfällen im Zusammenhang mit Corona. Der 7-Tage-Schnitt beträgt damit 362 Ansteckungen pro Tag. Gestern lag dieser Wert bei 370. Vor einer Woche betrug der Durchschnitt 388 Ansteckungen pro Tag.

Die Jungfraubahn-Gruppe hat im vergangenen Jahr stark unter der Coronakrise gelitten. So wurden lediglich 362'800 Besucher auf das Jungfraujoch befördert. Das sind knapp zwei Drittel weniger als im 2019.
Nach den Rekordzahlen in den Vorjahren mit jeweils mehr als einer Million Besuchern, folgte im Jahr 2020 ein historischer Einbruch bei der Hauptattraktion der Region. Letztmals seien in den 1980er-Jahren weniger Touristen auf das Jungfraujoch gekommen, teilte das Bahnunternehmen am Dienstag mit. Der Ausflugsverkehr war durch den verordneten Lockdown ab Mitte März für 83 Tage zum Erliegen gekommen.
Die höhere Nachfrage von heimischen Gästen habe den Wegfall der internationalen Touristen nicht kompensieren können, heisst es weiter. Wegen des veränderten Besucheraufkommens hätten die Zahlen wetterbedingt stark geschwankt und der Einsatz von Personal und Rollmaterial sei jeweils kurzfristig den Wetterbedingungen angepasst worden.
Erlebnisberge weniger stark betroffen
Im Segment «Erlebnisberge» gingen die Besucherzahlen etwas weniger stark zurück wie auf dem Jungfraujoch. So transportierte etwa die Firstbahn 42 Prozent weniger Gäste als im Vorjahr. Bei der Harderbahn betrug das Minus 57 Prozent und bei der Mürrenbahn halbierten sich die Frequenzen.
Auch die angelaufene Wintersaison 2020/2021 bleibe von der Entwicklung der Coronapandemie beeinflusst, so die Meldung. Aufgrund der anhaltenden Unsicherheiten sei der Absatz der regionalen «Top4-Skipässe» trotz der Eröffnung des gesamten V-Bahnprojekts auf 28'400 von 42'200 im Vorjahr gesunken. Bis Ende Dezember habe die Jungfrau-Ski-Region insgesamt 153'700 Eintritte verkauft, 7 Prozent weniger als im Vorjahr. (sda)
Weil wegen Corona mehr von zu Hause aus gearbeitet wird, braucht die Verwaltung nach Corona weniger Bürofläche. Zur Geisterstadt wird Bern aber nicht, sagt der Experte. Lesen Sie mehr dazu: «Wie Homeoffice die Stadt Bern verändern könnte» (Abo).
Seit Montag können bernische Unternehmen Härtefallgelder beantragen. Doch die Anforderungen sind hoch. Zudem sorgen missverständliche Formulare für Unmut. Lesen Sie an dieser Stelle: «Ist die Härtefall-Regelung des Kantons Bern zu streng?» (Abo).
Kurz vor Weihnachten infizierten sich sowohl Stadtpräsident Alec von Graffenried als auch Gemeinderätin Franziska Teuscher mit dem Coronavirus. Die Testergebnisse der drei anderen Regierungsmitglieder fielen zwar negativ aus. Auf Nachfrage des «Bund» gab Informationsdienstchef Walter Langenegger am Montag aber bekannt, dass auch er Mitte Dezember an Corona erkrankt sei.
Somit wurden insgesamt drei der acht Personen, die normalerweise an den Gemeinderatssitzungen teilnehmen, positiv auf das Virus getestet. Denn bei den wöchentlichen Treffen im Erlacherhof sind neben den fünf Regierungsmitgliedern jeweils auch der Stadtschreiber, seine Stellvertreterin und der Leiter des Informationsdienstes anwesend.
Digital bleibt die Ausnahme
War die Gemeinderatssitzung daher der Ansteckungsort? Diese Vermutung weist Infochef Langenegger zurück: Es sei nicht zurückverfolgbar, wie es zu den Infizierungen gekommen sei. Die Schutzmassnahmen bei den Sitzungen seien «strikt» eingehalten worden. Daher könne er nur vermuten, dass es aufgrund der anhaltend hohen Ansteckungsrate immer schwieriger werde, sich zu schützen: «Immer mehr Menschen sind in ihrem persönlichen Umfeld mit einer Ansteckung konfrontiert.»
Alec von Graffenried, Franziska Teuscher und er selbst hätten sich nach dem positiven Testergebnis sofort in Isolation begeben, sagt Langenegger. Bei allen drei Infizierten sei die Krankheit «mild und weitgehend symptomfrei» verlaufen. Die Gemeinderatssitzung vom 23. Dezember habe digital stattgefunden.
Für die Meinungsbildung ist es gemäss dem Infochef aber wichtig, die Geschäfte im direkten Gespräch zu beraten. Daher sei die erste Gemeinderatssitzung des neuen Jahres am 13. Januar nun wieder im Erlacherhof geplant – vorausgesetzt natürlich, «die Schutzmassnahmen von Bund oder Kanton werden nicht verschärft». (jak)
Der Kanton Bern meldet innert 24 Stunden 299 neue Corona-Fälle. Damit ist die Zahl zwar wieder tiefer, die Anzahl Tests ist aber auf 1'225 gesunken. Der 7-Tage-Schnitt fällt auf 370. Vor einer Woche lag dieser Wert bei 397.
Seit gestern sind zudem sieben weitere Personen an den Folgen der Covid-Ansteckung verstorben. Die Zahl der Todesfälle beträgt 703.
Aktuell befinden sich 306 Corona-Patientinnen und -patienten in Spitalpflege, sieben Personen mehr als vergangenen Freitag. 41 werden beatmet. Letzten Freitag waren 36 auf Beatmungsgeräte angewiesen.
Vergangene Woche wurden kantonsweit 17'248 Tests durchgeführt, wovon 2'583 positiv waren. Damit steigt die Positivitätsrate auf 15 Prozent. In der Woche davor lag diese noch bei 11,5 Prozent bei 24'344 Covid-Abstrichen und 2'811 positiven Resultaten. (cgg)

Von der Coronakrise stark betroffene Berner Unternehmen können nun beim Kanton finanzielle Härtefallhilfe beantragen. Voraussetzung ist, dass die Firmen im vergangenen Jahr mindestens 40 Prozent ihres Umsatzes ans Bein streichen mussten.
Für die Härtefallhilfe stehen insgesamt 208 Millionen Franken zur Verfügung – davon gehen 70 Millionen Franken zu Lasten des Kantons Bern. Der Regierungsrat rechnet mit mehreren Tausend Gesuchen, die voraussichtlich innerhalb von zehn Tagen bearbeitet werden.
Der Kanton hat für die finanzielle Unterstützung zwei Programme aufgegleist. Unter dem Titel «Sofortunterstützung» können Firmen ab sofort nicht rückzahlbare Beiträge beantragen. Das zweite Programm unter dem Titel «Bürgschaften» wird bis spätestens Anfang März anlaufen, wie die bernische Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion am Montag mitteilte.
Das Programm «Sofortunterstützung» richtet sich an Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mindestens 100'000 Franken. Weiter gibt es Auflagen zur Finanz- und Schuldensituation des Unternehmens. Die Beiträge sind entsprechend auf zehn Prozent des Umsatzes, maximal aber 200'000 Franken begrenzt.
Die Bürgschaftsverfahren richten sich eher an grössere Unternehmen mit mindestens 2 Millionen Franken Umsatz. Hier sind Beiträge von bis zu 5 Millionen Franken möglich.
Mit der finanziellen Unterstützung will der Unternehmen unter die Arme greifen, die eigentlich gesund sind, jedoch stark unter den behördlichen Einschränkungen von Covid-19 leiden. Eine Hotline steht den Unternehmen für Fragen zur Verfügung. (sda)
Der Kanton Bern hat am Sonntagmorgen 187 neue Infektionen mit dem Coronavirus vermeldet – sechs mehr als tags zuvor. Auch die Zahl der durchgeführten Tests stieg von 1062 auf 1413.
Wie der Corona-Internetseite des Kantons Bern zu entnehmen ist, starben sechs weitere Personen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. 696 Menschen sind nun im Kanton Bern an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung verstorben.
Die Zahl der Personen, welche sich mit Covid-19 in einem Berner Spital befinden, gab der Kanton Bern am Sonntag weiterhin mit 299 an. Diese Zahl ist in den letzten Tagen wegen der Feiertage nicht aktualisiert worden. Deshalb wird auch die Zahl der Patienten auf einer Intensivstation weiterhin mit 43 angegeben.
Der Siebentage-Durschnitt bei den Neuinfektionen liegt nun bei 371. Seit dem 22. Oktober war dieser Wert nie mehr so tief. Anfang November stieg er auf über 700. (sda/db)

Das neuartige Virus hat nun auch den Kanton Bern erreicht. Dies meldet die bernische Gesundheitsdirektion in einer Mitteilung vom Samstagnachmittag. Bei der infizierten Person handle es sich um einen 9-jährigen Jungen, der mit seiner Mutter in London lebt und dort zur Schule geht. Die Schule ist am 9. Dezember 2020 aufgrund von mehreren Covid-19-Fällen geschlossen worden und die Schüler gingen in eine 10-tägige Quarantäne.
Mutter und Sohn hätten die 10-tägige Quarantäne am Wohnort in London eingehalten und seien nach Ende der Quarantäne am 20. Dezember für die Weihnachtsferien in die Schweiz geflogen, wo sie gleich in Einreise-Quarantäne geschickt worden seien, so in der Mitteilung weiter. Noch am selben Abend habe die Mutter Symptome entwickelt und sei kurz darauf positiv getestet worden. Bis am 30. Dezember habe sich die Mutter daher laut Kanton in Isolation befunden.
Aufwändige Analyse
Beim Sohn – der laut Angaben der bernischen Gesundheitsdirektion zu diesem Zeitpunkt symptomlos war – wurde am 26. Dezember auf Rat des Kantonsarztamtes hin ein Test mit Sequenzierung durchgeführt, der sich nun als positiv erwies. Die Isolation des Sohnes daure bis am 6. Januar, danach fliege die Familie zurück nach London.
Warum wurde das Resultat nun erst knapp eine Woche nach dem Test bekannt? «Ein Test mit Sequenzierung ist aufwändig und dauert einige Tage», so Gundekar Giebel, Kommunikationschef der bernischen Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion. Die aufwändige Sequenzierung erfolge immer erst nach einem positiven Test, damit man die mutierte Version identifizieren kann.
Ob auch die Mutter des Buben das mutierte Virus trug, ist nicht bekannt. Bei ihrem Test wurde nämlich keine Sequenzierung durchgeführt, so Giebel.
Der Vater, der bisher negativ getestet war, werde sich nochmals testen lassen. Seine Quarantäne bleibe bis 10 Tage nach dem letzten Kontakt mit dem Sohn bestehen. Seit der Einreise von Mutter und Sohn habe es keine weiteren Kontaktpersonen gegeben.
«Es handelt sich sozusagen um eine Insel»
Hat das auftreten der neuen Virus-Variante Folgen bezüglich der im Kanton Bern geltenden Massnahmen? «Beim vorliegenden Fall handelt es sich sozusagen um eine Insel, da die betroffenen Personen stets isoliert waren oder in Quarantäne», so Giebel. «Er bleibt daher ohne Konsequenzen.»
Von der in Grossbritannien aufgetauchten Mutation wurden in der Schweiz bisher fünf bestätigte Fälle bis Ende Dezember bekannt. Neu kommt nun jener im Kanton Bern hinzu. (pd/sik)

Am Samstagnachmittag versammelten sich rund 100 Personen auf dem Bundesplatz, um gegen die Corona-Massnahmen des Bundes zu demonstrieren. Nach wenigen Minuten hat die Kantonspolizei die Anwesenden per Lautsprecher aufgefordert die Demonstration aufzulösen und den Bundesplatz zu verlassen. Ein Teil davon kam dieser Aufforderung nach. Die Verbleibenden wurden darauf von der Polizei eingrkesselt. Es kam zu Personenkontrollen. Der Teil, der sich vom Bundesplatz entfernt hat, schloss sich darauf zu einem Spaziergang durch die Altstadt zusammen. Rund 30 Personen nahmen daran Teil. (mer)

Redaktion Der Bund

„Nach der letzten Bundesratssitzung sei klar, dass man so einsteigen könne, schreibt Häsler.“ Der Bundesrat hat auch gesagt, dass die Kantone selber die Möglichkeit hätten, ihr Schutzkonzept anzupassen. Warum wird nicht endlich die Maskenpflicht in der Schule für alle Schüler eingeführt. Das kann und versteht auch ein Zweitklässler. Wozu haben wir eigentlich eine Kantonsregierung?