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Bildstrecke: Zoo-Tiger spüren Frühling

Im Zoo Zürich könnte es bald Tigerbabys geben. Nach anfänglichen Streitereien sind sich Coto und Elena sehr nahegekommen. Jetzt hoffen die Pfleger, dass die beiden zur Erhaltung der Amurtiger beitragen.

Bis vor wenigen Wochen flogen die Fetzen, jetzt vertragen sich Tigerweibchen Elena (links) und Männchen Coto sehr gut.
Bis vor wenigen Wochen flogen die Fetzen, jetzt vertragen sich Tigerweibchen Elena (links) und Männchen Coto sehr gut.
Keystone
Das mächtige Tier soll so zur Erhaltung der Amourtiger beitragen.
Das mächtige Tier soll so zur Erhaltung der Amourtiger beitragen.
Keystone
Obwohl Coto mit neun Jahren ein gestandenes Männchen ist,...
Obwohl Coto mit neun Jahren ein gestandenes Männchen ist,...
Keystone
...hat er noch immer einen ausgeprägten Spieltrieb.
...hat er noch immer einen ausgeprägten Spieltrieb.
Keystone
Dafür hat ihm der Zoo verschiedene Spielzeuge zur Verfügung gestellt,...
Dafür hat ihm der Zoo verschiedene Spielzeuge zur Verfügung gestellt,...
Keystone
...bei denen er seine Kraft...
...bei denen er seine Kraft...
Keystone
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Coto hält einen riesigen, zerbissenen schwarzen Ball in den eindrucksvollen Zähnen und schüttelt ihn kräftig. Wasser tropft heraus - der mächtige Tigermann hat das Spielzeug aus dem Teich gefischt. Auch mit bald neun Jahren mag der verspielte Coto derartige Vergnügungen gern.

Ob Coto und seine sechsjährige Partnerin Elena zur Erhaltung ihrer Art beigetragen haben, wird sich in ein paar Wochen weisen. Wie Kurator Robert Zingg am Mittwoch vor den Medien berichtete, gab es Ende Januar/Anfang Februar Paarungen zwischen den beiden. «Seither wurde Elena nicht mehr rollig» - ein gutes Zeichen. Die Tragzeit beträgt laut Zingg etwas über 100 Tage.

Nur noch 350 freilebende Amurtiger

Der Zoo Zürich beteiligt sich am europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für Amurtiger. In 111 Institutionen leben von dieser Tiger-Unterart rund 300 Tiere. In der Wildnis sind es noch um die 350 Tiere. Sie sind benannt nach dem Amur, dem Grenzfluss zwischen Russland und China.

Neben dem Amurtiger - auch Sibirischer Tiger genannt - haben noch vier Tigerunterarten überlebt: Vom Sumatra-Tiger gibt es noch 300, vom Malayischen Tiger 500. Zudem wurden rund 1000 Indochinesische und gut 2000 Bengal- oder Königstiger gezählt.

Mehrere Tiger-Arten ausgestorben

Bereits um 1940 war dagegen der Bali-Tiger ausgerottet, der Kaspische Tiger erlitt um 1970, der Java-Tiger um 1980 das gleiche Schicksal. Und seither ist auch der Südchinesische Tiger ausgestorben.

Eine grosse Gefahr ist die Jagd. Tigerfelle sind gesucht und Tiger-Penissen und anderen Körperteilen werden nach wie vor medizinische Wirkung angedichtet. Zudem beanspruchen die Menschen immer mehr Lebensräume der Tiger für sich.

(SDA)

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