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Bildstrecke: Unruhen in Libyen

Die Revolte in Libyen bringt Italien immer stärker in die Klemme. Und Regierungschef Berlusconi hat plötzlich Angst vor seinem vermeintlichen Freund Ghadhafi.

In der Libyen-Krise sucht Italien seine Position. Um keine internationale Isolation zu riskieren, muss sich die Regierung von Silvio Berlusconi vom bisherigen Partner Muammar Ghadhafi distanzieren. Wegen der engen Verbindungen mit Libyen verhält sich die italienische Regierung aber äusserst vorsichtig. Berlusconi hat sich bisher nicht durchgerungen, die von Ghadhafi befohlenen Massaker klar zu verurteilen. Aber selbst Berlusconi dämmert es, dass der vermeintliche libysche Freund eine Gefahr darstellt.

Bei einem Krisengipfel in Rom soll Berlusconi einem Minister anvertraut haben, dass er Angst habe, wie die Zeitung «La Repubblica» berichtet. «Wir müssen aufpassen. Ghadhafi ist ein Verrückter. Dieser Irre wird noch Raketen auf uns schiessen», wird der italienische Regierungschef zitiert. Dabei habe er an einen Zwischenfall im Jahr 1986 erinnert. Damals liess Ghadhafi Raketen auf Lampedusa abfeuern, die beiden Scud-Geschosse landeten aber im Meer. Der Hintergrund waren grosse Spannungen zwischen den USA und Libyen, auf Lampedusa befand sich eine von den Amerikanern benutzte militärische Basis.

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