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Bildstrecke: Die grössten Klimasünder

Ein französisches Umweltmagazin hat ausgerechnet, wie viel CO2 die grossen Politiker der Welt mit ihren Privatjets in die Luft lassen.

Mit 2900 Tonnen CO2 auf Rang 6: Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy, hier mit seiner Frau Carla Bruni vor einer Reise nach Qatar.
Mit 2900 Tonnen CO2 auf Rang 6: Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy, hier mit seiner Frau Carla Bruni vor einer Reise nach Qatar.
Keystone
Mit 5138 Tonnen auf Rang 5: Bundeskanzlerin Angela Merkel fliegt oft mit kleineren Maschinen, manchmal auch mit Helikoptern.
Mit 5138 Tonnen auf Rang 5: Bundeskanzlerin Angela Merkel fliegt oft mit kleineren Maschinen, manchmal auch mit Helikoptern.
Keystone
Der grösste Klimasünder: US-Präsident Barack Obama produziert auf seinen Reisen mit der Air Force One fast so viel CO2 wie Calderón, Lula und Hu Jintao zusammen, nämlich 20'000 Tonnen.
Der grösste Klimasünder: US-Präsident Barack Obama produziert auf seinen Reisen mit der Air Force One fast so viel CO2 wie Calderón, Lula und Hu Jintao zusammen, nämlich 20'000 Tonnen.
Keystone
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Die grössten Umweltverschmutzer unter den Politikern sind jene, die sich gerade im Wahlkampf befinden. Zu diesem Schluss kommt das französische Umweltmagazin «Terra Eco». Die Zeitschrift hat zum dritten Mal eine Rangliste erstellt, welche Präsidenten am meisten CO2 produzieren. An der Spitze liegt US-Präsident Barack Obama, der dieses Jahr quer durch die USA flog, um vor den Zwischenwahlen für seine demokratische Partei zu werben.

20'000 Tonnen CO2 habe er zwischen dem 1. Januar und dem 31. Oktober auf seinen Reisen produziert. Das ist fast so viel Treibhausgas, wie die Zweit- bis Viertplatzierten zusammen ausgestossen haben: Die Staatschefs der drei Schwellenländer Mexiko, Brasilien und China haben nämlich je rund 7000 CO2 in die Atmosphäre gesetzt.

Der Flug-Marathon von Lula

Auch der Mann hinter dem erstklassierten Obama befand sich im Wahlkampf: Felipe Caldéron, der mexikanische Präsident, flog im gleichen Zeitraum wie Obama 72 Mal im eigenen Land hin und her. Dem Drittplatzierten, Brasiliens Ex-Präsident Luiz Inácio Lula da Silva, erging es ähnlich: Für seine gewünschte Nachfolgerin Dilma Rousseff legte er gemäss «Terra Eco» einen regelrechten Flug-Marathon durch Brasilien hin und setzte dadurch 7033 Tonnen CO2 frei.

Dabei sei Lula sogar weiter geflogen als Obama. Erfreulicherweise habe er aber nur einen Jet benutzt. Verglichen mit der Air Force One des US-Präsidenten, einer Boeing 747-200, sei der Jet ein Velo, schreibt das Magazin. Anders ausgedrückt: Die Air Force One sei «ein fliegendes Büro». Von allen Präsidentenmaschinen, welche das Umweltmagazin in der Untersuchung berücksichtigt hat, sei sie die «schmutzigste». 150'000 Kilometer habe Obama darin über amerikanischem Boden zurückgelegt, hinzu kommen 50'000 weitere Kilometer auf internationalen Reisen.

«Bescheidener» Sarkozy

Auch die europäischen Spitzenpolitiker sind in der Rangliste vorne mit dabei. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel schaffte es auf 5138 Tonnen CO2. «Terra Eco» hält ihr zugute, dass sie sich im Inland häufig mit kleineren Flugzeugen oder einem Hubschrauber fortbewegt.

Sichtlich überrascht zeigt sich das französische Magazin aber über den eigenen Präsidenten Nikolas Sarkzoy, der mit 2900 Tonnen CO2 auf Rang 6 liegt. Er habe sich richtig gemässigt, schreibt das Medium spöttisch. Dies liege aber daran, dass er sein bevorzugtes Flugzeug, eine A330-200, überholen lasse und sich zurzeit mit einer kleineren Maschine begnüge.

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