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Bildstrecke: Basler Morgestraich

Prächtiger Sonnenschein und frühlingshafte Temperaturen um 16 Grad haben am Montagnachmittag Zehntausende an den ersten Umzug der Basler Fasnacht gelockt. Die Fasnächtler konnten auf die Winterbekleidung unter den Kostümen verzichten.

Zehntausende genossen den Auftakt zu den «drey scheenschte Dääg» in Basel.
Zehntausende genossen den Auftakt zu den «drey scheenschte Dääg» in Basel.
Keystone
Das Sujet Burka war auf den Laternen nicht zu übersehen.
Das Sujet Burka war auf den Laternen nicht zu übersehen.
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Roland Schmid
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«Zu warm für die Fasnacht», urteilten die Einen, «tolles Wetter», befanden die Anderen. Hochbetrieb herrschte nicht in, sondern vor den Restaurants, wo Mineralwasser, Bier und Weisswein in Strömen flossen. «Kaffi fertig» war nicht gefragt.

Viele der rund 12'000 Fasnächtler zogen in den Pausen schwitzend die Larve vom Kopf und griffen sehnsüchtig zur Wasserflasche. Andere steckten überflüssige Pullis in die Taschen und marschierten in Hemden unter den Kostümen weiter.

«Zämme fägts»

Die Cliquen spielten rund 100 verschiedenen Sujets aus. Mehrmals thematisiert wurden die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko und die Frauenmehrheit im Bundesrat. Als «Affetheater im Bundeshuus» bezeichnete eine Gruppe die Politik in Bern; die Trommler und Pfeifer zogen als Affen kostümiert mit Bundesratsmasken durch die Strassen.

Auf lokaler Ebene wurden die Besitzerwechsel bei der «Basler Zeitung» sowie der Basler Regierungspräsident Guy Morin häufig aufs Korn genommen. Im sportlichen Bereich kam die Fussball- Nationalmannschaft für ihr Abschneiden an der WM an die Kasse. Kritisiert wurde auch die Fifa.

Das offizielle Motto der Fasnacht 2011 lautet: «Zämme fägts». Dies galt jedenfalls für die 482 Gruppierungen, die sich beim Fasnachts-Comité angemeldet haben.

Laternen als Ölfass oder Stinkefinger

Die Basler Fasnacht begann traditionsgemäss um vier Uhr mit dem Morgestraich. Bei milden 9 Grad und zeitweise leichtem Nieselregen präsentierten die Cliquen im Dunkel der Stadt die prachtvoll leuchtenden Laternen.

Die Laterne der Wiehlmys zeigte zum Thema Ölkatastrophe eine Meerjungfrau im sterbenden Meer und d Schnurebegge präsentierten eine Laterne in Form eines Ölfasses. Ein grosser, leuchtender Stinkefinger stellte die Laterne der Alti Stainlemer zum Sujet «GSoA» dar. Der Laternenmaler der Gundeli-Clique zeichnete Kirchenfenster zum Sujet «Urbi et Masturbi».

Einen «eher unüblich hektischen Fasnachtsauftakt» hatten derweil Polizei und Sanität, wie das Basler Sicherheitsdepartement mitteilte. Die Polizei habe vor dem Morgenstreich immer wieder wegen Schlägereien eingreifen und etliche Personen in Gewahrsam nehmen müssen. Die Sanität habe nach 2 Uhr zwölf Mal Verletzte oder Alkoholisierte ins Spital gebracht.

SDA/amu

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