Zum Hauptinhalt springen

Bildstrecke: Balkone abgestürzt

Gestern Mittwochabend stürzte ein schweres Betonelement vor einer Alterssiedlung in Uster ab. Am Gebäude entstand ein Sachschaden von mehreren hunderttausend Franken.

Die Stadt Uster überprüft nach dem Balkoneinsturz in der Alterssiedlung Kreuz sämtliche Gebäude aus den 70-er Jahren. Dies kündigte der Ustermer Stadtpräsident Martin Bornhauser gegenüber Radio 1 an. Die Stadt habe sofort reagiert und eine Überprüfung aller Gebäude angeordnet, die in der entsprechenden Zeit gebaut wurden. Je nach Ergebnis der Überprüfung werde man Massnahmen veranlassen, so Bornhauser weiter.

Gestern Mittwochabend um 23.15 Uhr ist ein Laubengang der Alterssiedlung Kreuz abgestürzt. Über diesen Gang sind die Bewohner dreier Wohnungen im dritten Stockwerk bisher in ihr Zuhause gelangt. Die schwere Betonplatte brach ab und fiel auf den darunterliegenden Laubengang.

Schaden von mehreren hunderttausend Franken

Eine Bewohnerin der Siedlung meldete, es habe laut gekracht und sie habe ihre Wohnung nicht mehr verlassen können, teilt die Kantonspolizei heute Donnerstagmorgen mit. Rund ein Dutzend Bewohnerinnen und Bewohner mussten von der Feuerwehr mit einer Autodrehleiter über die Balkone evakuiert werden. Verletzt wurde niemand. Der Gebäudeschaden beläuft sich schätzungsweise auf mehrere hunderttausend Franken.

Die betroffenen Bewohner wurden durch Angehörige des Zivilschutzes Uster und verschiedene Behördenvertreter vor Ort betreut. Sie werden vorläufig nicht in ihre Wohnungen zurückkehren können. Die meisten wurden zwischenzeitlich von Verwandten aufgenommen, drei von ihnen konnten in einem anderen Altersheim untergebracht werden. Man werde nun ein Provisorium erstellen, um den Bewohnern den Zugang zu ihren Wohnungen wieder zu ermöglichen. Wie dieser proviorische Zugang aussehen soll und bis wann er realisiert sein wird, ist aber noch unklar.

Keine Strafbare Handlung erkennbar

Weshalb der Zugang zu den Wohnungen abbrach, ist noch völlig unklar. «Es gibt bis jetzt keinen ersichtlichen Grund», sagte ein Polizeisprecher. Die Polizei habe Spuren gesichert und den Schaden zusammen mit Statikern und einem Vertreter der Gebäudeversicherung angeschaut. Auch ein Staatsanwalt sei bei der Inspektion dabeigewesen. Im Moment sei aber keine strafbare Handlung erkennbar, sagte der Sprecher weiter.

Die Alterssiedlung in der Nähe der reformierten Kirche wurde 1974 erbaut und wird von einer privaten Genossenschaft geführt.

SDA/fsc

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch