Zum Hauptinhalt springen

Bilder der Weststrasse

Eine 4-Zimmerwohnung für 1400 Franken war gestern. Eine Wohnung an der Weststrasse von Morgen werden sich vorwiegend Doppelverdiener und Banker leisten können. Der Mieterverband schlägt Alarm.

Noch machen Studenten und Ausländer einen grossen Teil der Mieterschaft an der Weststrasse aus. Doch dürfte sich dies bald ändern. Seit gestern die Westtangente gesperrt wurde, ist es an der einst lauten und abgasreichen Weststrasse so ruhig wie seit 40 Jahren nicht mehr. Von der Idylle profitieren dürften jedoch nicht die heutigen Mieter. Denn, wer gern ruhig wohnt, muss zahlen.

Verschiedene Liegenschaften werden zurzeit saniert oder gleich neu gebaut, und später wohl für teures Geld vermietet. Walter Angst, Kommunikationsverantwortlicher beim Mieterverband des Kantons Zürich, glaubt, dass sich damit auch das Quartier verändern wird: «Doppelverdiener mit doppelstöckigen Wohnungen und privater Dachterrasse sowie Banker, die mit dem Velo zur Arbeit fahren – so könnte die neue Mieterschaft an der Weststrasse aussehen. Ein Trend, den man heute schon im Langstrassenquartier feststellt und der den Charakter eines Quartiers verändert.»

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.