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Tipps to goTanz die Sitar!

Verspätetes Festival-Feeling, pakistanische Musik mit einem Hang zur Neuen Deutschen Welle und ein singender Vogel aus Lausanne: Das sind die drei kurzen Kulturtipps der Woche.

Groovend: Schadau-Konzerte

Wie wäre es mit japanischem Schlager? Die Band von Taishi Nagasaka (r.) besucht Thun.
Wie wäre es mit japanischem Schlager? Die Band von Taishi Nagasaka (r.) besucht Thun.
Foto: zvg

Die Erinnerungen an das letzte Festival sind langsam so blass wie ein Butternusskürbis. Das Mokka in Thun hat einen Vorschlag, wie dem abzuhelfen sei: die drei Schadau-Konzertabende, wetterbedingt im gedeckten Garten des Clubs statt in der ehemaligen Gärtnerei. Das Aufgebot ist ziemlich psychedelisch, ziemlich groovend und ziemlich toll. Um nur drei zu nennen: Sophie Hunger, Klaus Johann Grobe oder Taishi Nagasaka, der frühere Bassist von Fat White Family, der sich nun dem japanischen Schlagerpop widmet. (cgr)

Garten der Café-Bar Mokka, Thun, Donnerstag, 24., bis Samstag, 26. September

Clubtauglich: Ashraf Sharif Khan & Viktor Marek

Sitar-Meisterschaft mit einem leichten Hang zur Neuen Deutschen Welle: Ashraf Sharif Khan & Viktor Marek.
Sitar-Meisterschaft mit einem leichten Hang zur Neuen Deutschen Welle: Ashraf Sharif Khan & Viktor Marek.
Foto: zvg

Der Hamburger Golden Pudel Club war die Geburtsstätte dieser wunderlichen und wunderbaren Fusion. Der pakistanische Sitar-Meister Ashraf Sharif Khan, den die Liebe in Deutschlands Norden verschlug, traf auf den Pudel-Mitbetreiber und Elektro-Frickler Viktor Marek. Und so beschloss man, die altehrwürdige Sitarspielkunst zur Clubtauglichkeit aufzumöbeln. Das Ergebnis nennt sich Sufistep – und es gibt darin gar Platz für eine fulminante Coverversion des Abwärts-Klassikers «Maschinenland». Grossartig! (ane)

Bad Bonn, Düdingen, Freitag, 25. September, 21.30 Uhr

Schockverliebt: Billie Bird

Ein seltener Vogel: Die Lausanner Sängerin Billie Bird.
Ein seltener Vogel: Die Lausanner Sängerin Billie Bird.
Foto: zvg

Wir schreiben das Jahr 2018, als sich die frankofone Welt in ein Lied schockverliebt: «La nuit» der Lausannerin Billie Bird war ein Chanson, einzig begleitet von zurückhaltendem Gitarrenspiel und von einer staubigen Beatbox im Bossa-nova-Modus. Die Nouvelle-Chanson-Gemeinde war verzückt. Die französische Musikfibel «Les Inrocks» sprach von einem «verstörenden Erfolg» im Gebiet des französischen Pop und rühmte ihre Verweise auf die Achtzigerjahre bei gleichzeitigem Aufrechterhalten einer geheimnisvollen Wärme. (ane)

Le Singe, Biel, Samstag, 3. Oktober, 21 Uhr