Starke Holdener – Shiffrin wieder zu gut

Dank eines starken zweiten Laufs und eines Sturzes Vlhovas wird Wendy Holdener im Slalom Zweite. Mikaela Shiffrin war einmal mehr nicht zu schlagen.

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Es könnte Wendy Holdener ja allmählich zermürben. Für die Schwyzerin gab es in Levi zum Auftakt der Slalomfahrerinnen den 23. Podestplatz in dieser Disziplin im Weltcup, hinzu kommen WM-Silber in St. Moritz 2017 und Olympia-Silber in Pyeongchang 2018. Doch gewonnen hat die 26-Jährige noch immer nicht.

In Levi gab es Rang 2, einmal mehr war Dauersiegerin Mikaela Shiffrin schneller. Und wie: 1,78 Sekunden legte die US-Amerikanerin zwischen sich und die Schweizerin. Doch: Ein 2. Platz ist ohnehin Grund zur Freude für Holdener. Und: Im Hohen Norden von Finnland ist er das erst recht.

Aufholjagd im 2. Lauf

Zum einen hatte sie sich in der Vorbereitung einen Bruch am oberen Ende der linken Speiche zugezogen, zum anderen missriet ihr im 1. Lauf der Steilhang. Sie büsste bereits 1,55 Sekunden auf die slowakische Leaderin Petra Vlhova ein, 1,42 waren es auf Shiffrin. Als Sechste gelang der besten Schweizer Technikerin dann eine fulminante Aufholjagd. Sie beschleunigte in den flachen Passagen wie kaum eine Konkurrentin, fuhr am Limit, einzig Shiffrin war in beiden Läufen schneller, Vlhova schied nach wenigen Toren aus. Und so war der 2. Rang nicht etwa eine Enttäuschung, sondern Lohn für einen starken 2. Lauf und Erleichterung zugleich.

Wendy Holdener bringt den zweiten Lauf ins Ziel. (Quelle: SRF)

Gisins Ambitionen

Shiffrin hat mit ihrem 41. Sieg in einem klassischen Slalom indes eine weitere Bestmarke erzielt. Sie distanzierte den bisherigen Rekordhalter Ingemar Stenmark in dieser Rangliste um einen Triumph.

Eine Athletin, die ihr zumindest im Gesamtweltcup das Leben so schwer wie möglich machen möchte, ist Michelle Gisin. Die 25-Jährige will in dieser Saison bis auf die Parallelrennen sämtliche Wettkämpfe bestreiten und im Slalom zurückfinden zu einstiger Stärke. Mittlerweile gehört sie in den Speed-Disziplinen zu den Besten. Dass sie das auch im Slalom noch sein kann, bewies sie in Levi. “Sehr, sehr positiv”, so nannte sie ihren 6. Rang. Mit Aline Danioth (18.) und Elena Stoffel (23.) fuhren zwei weitere Schweizerinnen in die Punkte.

Levi (FIN). Weltcup-Slalom der Frauen: 1. Shiffrin (USA) 1:57,57. 2. Holdener 1,78 zurück. 3. Truppe (AUT) 1,94. 4. Swenn Larsson (SWE) 2,41. 5. Haver-Löseth (NOR) 2,51. 6. Gisin 3,17. 7. Liensberger (AUT) 3,24. 8. Huber (AUT) 3,40. 9. Dubovska (CZE) 3,67. 10. Dürr (GER) 3,73. – Ferner: 18. Danioth 4,66.23. Stoffel 4,86. – 28 der 30 Finalistinnen klassiert. – Ausgeschieden u.a.: Petra Vlhova (SVK).


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