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Briten fürchten sich vor IS-Terror

In Grossbritannien befürchtete man seit Monaten Anschläge fanatischer Islamisten, wie sie diese Woche in Frankreich begangen wurden. Seit fast einem Jahr liegt die offizielle Gefahrenstufe im Lande bei «ernst», was bedeutet, dass ein Terroranschlag als «äusserst wahrscheinlich» betrachtet wird. Aussenminister Philip Hammond prophezeite schon im Vorjahr, dass es «über kurz oder lang auch zu Attacken auf uns kommen wird». Davon gehen auch Militär- und Geheimdienstexperten auf der ­Insel aus. Laut Umfragen befürchten vier von fünf Briten, dass Islamisten ihre persönliche Sicherheit bedrohen.

In der Tat ist die Zahl aufgedeckter Komplotte in letzter Zeit stetig angestiegen. Die Zahl der Verhaftungen mutmasslicher Terroristen lag letztes Jahr gegenüber 2013 um ein Vielfaches höher. Als besondere Gefahrenquelle stufen die Behörden die über 500 Briten ein, die sich in jüngster Zeit der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) angeschlossen haben. Mehr als 200 davon sollen bereits zurückgekehrt sein.

An bitterer Erfahrung mit fanatischen Aktionen fehlt es den Briten nicht. Die ersten sind 25 Jahre alt. Damals wurde die Fatwa gegen den Schriftsteller Salman Rushdie verhängt und sein Roman die «Satanischen Verse» im nordenglischen Bradford verbrannt. Den schlimmsten Anschlag erlebte Grossbritannien vor zehn Jahren in London, mit den King’s-Cross-Bomben vom Juli 2005. Damals wurden 52 Menschen getötet und über 700 verletzt. Zuletzt versetzte 2013 die kaltblütige Hinrichtung eines Soldaten in Greenwich durch zwei Islamisten afrikanischen Ursprungs das Land in Rage.

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