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Ärztlich verordnete Unhöflichkeit

Wegen erhöhter Ansteckungsgefahr dürfen sich die Ski-Cracks an der WM nicht die Hand schütteln.

Die Rennen der Ski-WM 2015 werden zwischen 3500 und 2700 Metern aus­getragen, die Athleten und Athletinnen schlafen auf einer Höhe von etwa 2500 Metern über Meer. Diese ungewöhnliche Situation kennen sie zwar von den Weltcuprennen hier, dennoch gibt es einen Unterschied, wie der Schweizer Teamarzt Walter Frey sagt: «Im Weltcup ­reisen die Teams zwischen zwei und drei Wochen vor dem Wettkampf an, ­jeder kann sich nach seinen Bedürfnissen akklimatisieren.» Bei der WM sieht das anders aus: «Am Sonntag Super-G in St. Moritz, am Montag packen, am Dienstag Flug, sechs Tage später der erste Einsatz.» Anpassung an die Höhe und Jetlag lassen sich aber durch nichts verkürzen. Eine Athletin sei kein Computer, die sich mit einem speziellen USA-Chip besser an die Verhältnisse anpassen kann, «der menschliche Körper ist ein Fossil».

Also geht es darum, möglichst jeden Infekt zu vermeiden, denn auch der kleinste kann im schlimmsten Fall zur gefährlichen akuten Höhenkrankheit führen, wie Frey sagt. Deshalb erhielt die gesamte Delegation mit der offiziellen WM-Ausrüstung auch einen kleinen Luftbefeuchter. Schleimhäute werden durch Trockenheit verletzt, sie erhalten kleine Risse, «und durch diese können Viren ideal eindringen», sagt Frey.

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