Student stiehlt geheime Daten

Die Polizei hat an der ETH Zürich einen mutmasslichen Hacker verhaftet. Er war offenbar mehrere Wochen am Werk.

DIe ETH will sich nun besser vor Hackangriffen schützen: Recherche an einem Laptop. (Archivbild)

DIe ETH will sich nun besser vor Hackangriffen schützen: Recherche an einem Laptop. (Archivbild)

(Bild: Keystone Damian Dovarganes)

Die Kantonspolizei hat einen Studenten verhaftet, der mit fremden Zugangsdaten in das Netzwerk der ETH eingedrungen ist. Der Hacker wurde in flagranti erwischt und sitzt in Untersuchungshaft. Der Beschuldigte hatte sich während einigen Tagen in das ETH-Netzwerk eingeloggt, über das System Software bestellt und sensible Daten heruntergeladen, wie die Oberstaatsanwaltschaft am Freitag mitteilte. Dank schnellem Eingreifen und der guten Zusammenarbeit von Staatsanwaltschaft, Polizei und ETH habe der Hacker bereits zehn Tage nach der Anzeige durch die ETH festgenommen werden können.

Der ETH-Studierende sei in flagranti an seinem Computer erwischt worden. Das Zwangsmassnahmengericht hat auf Antrag der Staatsanwaltschaft am 12. Februar die Untersuchungshaft angeordnet.

Situation wird analysiert

Die ETH hatte am 26. Januar die unrechtmässigen Manipulationen festgestellt und danach beim Kompetenzzentrum Cybercrime der Staatsanwaltschaft Anzeige gegen Unbekannt eingereicht. Danach seien unverzüglich Sicherheitsmassnahmen in die Wege geleitet worden, um das ETH Netzwerk vor weiteren Zugriffen zu schützen, schreibt die ETH in einer Mitteilung.

Sie will nun die Situation analysieren und das unerlaubte Vorgehen rekonstruieren. Aus den Erkenntnissen werde sie anschliessend die nötigen Konsequenzen ableiten und umsetzen.

kat/sda

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt