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Kanton BernStephan Lack ist neuer FDP-Präsident

Die FDP-Delegierten wählten Stephan Lack am Mittwochabend in Biel zum Nachfolger von Pierre-Yves Grivel.

«Wir wollen Top 3 sein, dann sind wir relevant», rief Stephan Lack den FDP-Delegierten zu.
«Wir wollen Top 3 sein, dann sind wir relevant», rief Stephan Lack den FDP-Delegierten zu.
Foto: Ruben Wyttenbach

Stephan Lack ist neuer Präsident der bernischen FDP. Die Delegierten wählten ihn am Mittwochabend in Biel per Akklamation zum Nachfolger von Pierre-Yves Grivel.

Lack ist 57 Jahre alt und Gemeinderat in Muri. Seit den 1980er-Jahren ist er politisch aktiv, er war unter anderem Generalsekretär der Jungfreisinnigen Schweiz. Beruflich arbeitet er derzeit als Management-Berater und Projektleiter für eine Uhrenfirma.

Vor den Delegierten sagte Lack, er wolle sich im neuen Amt für eine bessere Positionierung des Wirtschaftsstandorts Bern einsetzen. Bedenklich sei, dass – sinnbildlich gesprochen – ungefähr ab Mitte November jeweils andere Kantone die Rechnungen des stolzen Kantons Bern zahlten. Wolle man dies ändern, brauche es eine starke FDP. Dem «Bund» hatte er vor zwei Wochen detailliert erläutert, wie er die FDP zu alter Grösse führen will.

Das Potenzial sei da, aber man müsse es auch ausschöpfen. Abstimmungen zu gewinnen sei gut, «doch wir müssen auch Wahlen gewinnen» – auf Bundes-, Kantons- und Gemeindeebene. «Wir wollen Top 3 sein», rief er den Delegierten zu. «Dann sind wir relevant.»

Lack würdigte seinen Vorgänger Pierre-Yves Grivel als den Mann, der die Kantonalpartei in den letzten Jahren stabilisiert und den Boden für eine erfolgreiche Zukunft bereitet habe. Grivel stand der Partei seit Dezember 2011 vor. Sein Amt im Grossen Rat will der 67-jährige Bieler bis Ende Legislatur weiter ausüben.

Ja zum Vaterschaftsurlaub

Die Delegierten fassten auch zwei Parolen zu eidgenössischen Vorlagen vom 27. September. Ja zu neuen Kampfjets sagten sie mit grossem Mehr bei einer Gegenstimme und vier Enthaltungen.

Das Ja zum Vaterschaftsurlaub fiel mit 75 zu 32 Stimmen knapper aus. Eine Debatte gab es nicht. Die FDP Schweiz fasst ihre Parolen am kommenden Samstag.

SDA