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Online-Konzert gegen CoronaStaaten sagen bei Spendenmarathon Milliardenbeträge zu

Ein weltweit übertragenes Online-Konzert bildete den Abschluss eines Spendenmarathons für die Corona-Krise. Es kamen Milliardenbeträge zusammen. Die Stars setzten zudem ein Zeichen gegen Rassismus.

«Das Coronavirus brachte uns Schmerz und Unsicherheit»: Schauspieler Dwayne «The Rock» Johnson zum Auftakt eines grossen Online-Konzerts am Samstagabend.
«Das Coronavirus brachte uns Schmerz und Unsicherheit»: Schauspieler Dwayne «The Rock» Johnson zum Auftakt eines grossen Online-Konzerts am Samstagabend.
KEYSTONE
Die Musikerin Miley Cyrus sang vor den leeren Rängen eines Football-Stadions ein Lied, das sie Ärzten und Pflegern widmete.
Die Musikerin Miley Cyrus sang vor den leeren Rängen eines Football-Stadions ein Lied, das sie Ärzten und Pflegern widmete.
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Musiker und Hollywoodstars sprachen sich während des Konzerts zudem deutlich gegen Rassismus und Polizeigewalt in den USA aus. Unter ihnen Musiker Usher, der vor einem düsteren Hintergrund über Diskriminierung und Ungleichheit sang.
Musiker und Hollywoodstars sprachen sich während des Konzerts zudem deutlich gegen Rassismus und Polizeigewalt in den USA aus. Unter ihnen Musiker Usher, der vor einem düsteren Hintergrund über Diskriminierung und Ungleichheit sang.
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Zum Abschluss eines Spendenmarathons für Impfstoffe gegen das Coronavirus und die Behandlung der Lungenkrankheit Covid-19 sind am Samstagabend internationale Stars bei einem grossen Online-Konzert aufgetreten. «Das Coronavirus brachte uns Schmerz und Unsicherheit», sagte der Moderator, Schauspieler Dwayne «The Rock» Johnson, zum Auftakt der Veranstaltung, die weltweit zu sehen war. «Wir können diese Krise nur gemeinsam bekämpfen.»

Die Musikerin Miley Cyrus sang vor den leeren Rängen eines Football-Stadions ein Lied, das sie Ärzten und Pflegern widmete. Auf die Rasenfläche wurde das Wort «Help» projiziert, «Hilfe». Shakira trat mit einem optimistischen Song über den Moment auf, «wenn nach dunklen Zeiten wieder die Sonne scheint», wie sie sagte. Der Star aus Kolumbien sang unter einem schwarzen Himmel – bis in den letzten Sekunden ihres Videos Lichtstrahlen durch die Wolken brachen.

Der Auftritt von Miley Cyrus im Rose-Bowl-Stadium von Pasadena.
(Video: Global Citizen)

Spenden von 15,9 Milliarden Euro

Zuvor waren bei einer virtuellen Geberkonferenz neue Hilfszusagen in Höhe von 6,15 Milliarden Euro zusammengekommen. Allein die EU-Kommission und Deutschland sagten knapp 5,3 Milliarden Euro zu. Weitere Grossspenden kamen zum Beispiel aus den USA und Kanada. Damit stiegen die Einnahmen insgesamt auf 15,9 Milliarden Euro.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sprach von einem unglaublichen Ergebnis. Der Spendenmarathon sei ein bewegender und zugleich greifbarer Moment der Einigkeit zwischen Bürgern, Regierungen, Philanthropen, Gesundheitsorganisationen und Wirtschaftsführern.

Von der Leyen hatte die Geberkonferenz zusammen mit der New Yorker Nichtregierungsorganisation Global Citizen organisiert. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte konkret zusätzliche 383 Millionen Euro zu, während von der Leyen weitere 4,9 Milliarden Euro an EU-Mitteln ankündigte. «Ich bin der festen Überzeugung: Impfstoffe, Tests und Medikamente müssen weltweit verfügbar, bezahlbar und zugänglich sein», erklärte Merkel in ihrer Videobotschaft zum deutschen Beitrag.

Die Mittel der EU-Kommission sollen als Kredite und Garantien fliessen, die deutschen Gelder als Zuschüsse. Bereits am 4. Mai hatte Deutschland einen Beitrag von 525 Millionen Euro für die Impfstoffallianz CEPI, die Globale Impfallianz GAVI, die Weltgesundheitsorganisation WHO und verschiedene Produktentwicklungspartnerschaften zugesagt.

Zeichen gegen Rassismus

Am Samstagabend dann wandten sich während des Online-Konzerts neben den Musikern auch Politiker, Models und Sportler an das Publikum. In einem Video, das Slums und Flüchtlingslager zeigte, sagte der Chef der WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus: «Impfstoffe entfalten ihre wahre Kraft erst, wenn sie eingesetzt werden, um die ärmsten und verwundbarsten Menschen zu schützen».

Musiker und Hollywoodstars sprachen sich zudem deutlich gegen Rassismus und Polizeigewalt in den USA aus. «Rassismus ist seit Jahrhunderten in unserem System verwurzelt», sagte die Schauspielerin Kerry Washington in einer Videobotschaft. «Das hat viele Leben gekostet.» Die New Yorkerin forderte das Publikum auf, für eine «bessere Zukunft» zu kämpfen.

Der Musiker Usher sang vor einem düsteren Hintergrund über Diskriminierung und Ungleichheit. Während seines Auftritts lagen Darsteller in der Pose auf dem Boden, in die weisse Polizisten Ende Mai den Afroamerikaner George Floyd gezwungen hatten. Floyd war in der US-Stadt Minneapolis gestorben, nachdem ein Beamter minutenlang auf seinem Hals kniete.

Das frühere Top-Model Naomi Campbell warnte in einer Videobotschaft, Schwarze litten besonders stark unter den Folgen der Epidemie.

(SDA)