Zum Hauptinhalt springen

Krawalle wegen Corona-MassnahmenSt. Galler Stadtpolizei plant nach Gewaltaufrufen weitere Kontrollen

Die St. Galler Stadtpolizei will am kommenden Freitag erneut ausgedehnte Personenkontrollen durchführen. Grund sind neue Aufrufe zu Gewalt. Wie schon am Osterwochenende will sie Verdächtige wegweisen.

Polizisten beobachten am 2. April 2021 die Situation beim Roten Platz in St. Gallen, wo sich mehrere hundert Jugendliche besammelt haben.
Polizisten beobachten am 2. April 2021 die Situation beim Roten Platz in St. Gallen, wo sich mehrere hundert Jugendliche besammelt haben.
Foto: Michel Canonica (Keystone)

An zwei Freitagen hintereinander, zuletzt am Karfreitag, hatte es in St. Gallen Ausschreitungen gegeben. Am Ostersonntag hatte die Stadtpolizei nach erneuten Aufrufen zur Gewalt Personen kontrolliert und rund 650 Personen aus der Stadt weggewiesen. Das Ziel, Gewalt zu verhindern, sei erreicht worden, schrieb die Polizei am Donnerstag.

Für diesen Freitag kursierten erneut Aufrufe zu Gewalt in St. Gallen. Gewalt und Beschädigungen würden weiterhin nicht geduldet. Die Polizei will einerseits kontrollieren, ob die bereits für 30 Tage Weggewiesenen sich an die Auflage halten.

Andererseits will die Stadtpolizei Personen, die «auf Krawall aus sind» oder die als Schaulustige allfälligen Ausschreitungen beiwohnen wollten, ebenfalls wegweisen. Überall in der Innenstadt müsse mit Kontrollen gerechnet werden, schrieb die Polizei.

Auch die Stadtpolizei Zürich hat Kenntnis erhalten von Aufrufen zu unerlaubten Zusammenkünften, wie eine Sprecherin der Nachrichtenagentur Keystone-SDA bestätigte. Zu allfälligen Massnahmen der Polizei werde aber aus «polizeitaktischen Gründen» keine Stellung genommen.

Lesetipp: Die Stadtpräsidentin, die mit den Krawallbrüdern redet

SDA/step

32 Kommentare
    Chris Fogg

    Die Polizei hat doch Tränengas und Gummischrot. Wieso wird dies nicht stärker eingesetzt. Verbot ist Verbot.