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«Wollte für Marc eine Versöhnung mit der Strecke erzwingen»

Michelle Gisin spricht nach der Abfahrt von Val Gardena über die Schwierigkeit, auf derselben Strecke zu fahren, auf der ihr Bruder Marc schwer stürzte.

Herausforderung gemeistert: Michelle Gisin bewältigte die Saslong ohne grössere Probleme. (Video: SRF)

Michelle Gisin galt in der Abfahrt von Val Gardena doppelte Aufmerksamkeit – weil sie, die in den ersten beiden Abfahrten des Winters auf dem Podest gestanden hatte, in Speedrennen inzwischen zum Favoritenkreis zählt. Und weil ihr Bruder Marc am Samstag auf der gleichen Strecke schwer gestürzt war.

Das Wichtigste: Michelle Gisin erreichte das Ziel ohne grössere Probleme. 1,55 Sekunden verlor sie am Ende auf Siegerin Ilka Stuhec, das reichte zu Platz 18. Danach sprach die Engelbergerin von einzelnen schnellen Abschnitten und davon, dass sie nach gutem Start zunehmend unruhig geworden sei und sich zu sehr an die Ideallinie geklammert habe. «Ich wollte fast zu gut über die Wellen fahren. Da habe ich mich verkrampft und wurde durchgereicht.»

Video: Der schwere Sturz von Marc Gisin

Marc Gisin kommt auf der Saslong zu Fall. (Video: SRF)

Das Resultat war für die 25-Jährige für einmal zweitrangig. «Es ging schon viel besser heute. Ich habe versucht, für Marc das Positive von dieser Strecke mitzunehmen, eine Art Versöhnung zu erzwingen», sagte sie gegenüber SRF. Sie brauche normalerweise nicht viel Zeit, um sich an eine neue Strecke – die Frauen fuhren erstmals seit 1970 auf der Saslong – zu gewöhnen, «sonst wäre das alles in den letzten beiden Jahren nicht möglich gewesen». Schliesslich seien viele Konkurrentinnen schon jahrelang im Speedbereich unterwegs. «Hier war es für mich aber sehr schwierig.» Sie habe sich am Montag in den ersten beiden Trainings «überhaupt nicht so gefühlt, wie ich mich sonst auf der Strecke fühle».

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